Training: Rund um Lüdinghausen – Die Mutter aller Trainingsrunden (16 km)

Heute stelle ich Euch mal eine meiner favorisierten Trainigsrunden für den Halbmarathon vor. Es war meine erste richtig große Runde, die ich damals vor meinem ersten Halbmarathon erlaufen habe. Nach 16 Kilometern sollte klar sein, wenn man dann noch kann, schafft man auch die 21 Kilometer.

Von der Steverbrücke an der Stadtfeldstraße aus starten wir mit dem Flussverlauf der Osten-Stever Richtung Süden. Wir kreuzen im weiteren Verlauf die Mühlenstraße, links liegt das Mühlentor, und etwas später, nach rund einem Kilometer Wegstrecke, die Valve. Weiter geht es entlang der Osten-Stever aus der Stadt heraus in Richtung Paterkamp. Nach ungefähr eineinhalb Kilometern Wegstrecke biegen wir hier nun nach rechts ab auf die Südwiese. Wir halten uns auf dem gepflasterten Weg, folgen ihm aber nicht nach rechts weiter, sondern queren die Südwiese über den angelegten und mittlerweile befestigten Schotterpfad.

Nach weiteren 500 Metern erreichen wir unsere erste Herausforderung, die Rialto-Brücke. Diese hat einen ganz kurzen aber dafür durchaus bemerkbaren Anstieg, den man auf dieser Tour als die einzig wahre Bergwertung bezeichnen kann. Ist nicht ganz ernst gemeint, aber man muss hier schon anstrengen, seinen Lauffluss zu unterbrechen um über die Brücke zu kraxeln.

Wir laufen über die Brücke und erreichen das Wohngebiet Steverau. Hier laufen wir eine kurze links-rechts-Biegung und erreichen die Tüllinghofer Straße. Hier heißt es Obacht, denn die Querung ist nicht sonderlich gut einsehbar. Wir queren die Tüllinghofer Straße und laufen durch die Straße „Am Feldbrand“ weiter Richtung Kranichholz. Nach insgesamt drei Kilometern gelaufener Strecke kreuzen wir Kranichholz und schlängeln uns durch die Umlaufsperre hindurch in das Wohngebiet Kranichholz.

Über den Riedkamp laufen wir weiter durch das Wohngebiet in Richtung Olfener Straße. Nach rund dreieinhalb Kilometern haben wir die Bundesstraße B236, die Olfener Straße, erreicht. An ihr laufen wir entlang stadtauswärts Richtung Dortmund-Ems-Kanal. Der Bahnübergang ist die erste Schikane dieser Runde. Zeitlich gut geplant, sollte die Schranke offen sein. Kommt man an dieser Stelle allerdings gegen halb einer Stunde vorbei, könnte es sein, dass man eine unfreiwillige Pause einlegen muss, um die querenden Züge passieren zu lassen. An der folgenden Kreuzung Hans-Böckler-Straße/Olfener Straße heißt es wieder aufgepasst. Ich habe hier immer den Eindruck, dass manche Autofahrer es förmlich darauf anlegen, noch schneller zu werden, damit sie ja vor einem diesen Streckenabschnitt passieren und man nicht auf die Idee kommt, vor ihnen die Straße zu queren. Da wir aber tempomäßig äußerst flexibel sind, können wir diese Spielchen erfolgreich gewinnen.

Die Mutter aller Traingsrunden_Strecke

Weiter geht es hinauf auf die Kanalbrücke. Von hier haben wir einen schönen Blick auf den Dortmund-Ems-Kanal und einen wesentlichen weiteren Teilabschnitt unserer Laufrunde. Hinter der Kanalbrücke nutzen wir die kleinen Treppen um auf den Kanalseitenweg zu gelangen. Die Treppen eignen sich auch gut für eine kleine Pause, bevor es dann entlang des Kanals Richtung Stadt weiter geht.

Ziemlich exakt vier Kilometer laufen wir nun auf dem schottrigen Kanalseitenweg entlang. Wir kreuzen dabei die Seppenrader Straße, laufen entlang des Lüdinghauser Hafens, kommen am Gasthaus Peters und dem Ruderverein Lüdinghausen vorbei. Es geht zwar nur geradeaus, aber dennoch gibt es immer wieder interessante Schiffe und Freizeitboote zu sehen.

In Höhe des Gasthauses Peters endet der Kanalseitenweg und wir laufen auf der Straße „Am Kanal“ weiter bis zur Abzweigung „Plümer Feldweg“, den wir nach insgesamt achteinhalb Kilometern erreichen. Ungefähr hier haben wir auch die Hälfte unserer Strecke absolviert.

Weiter geht es entlang der K23, keine Ahnung, ob dies auch noch der Plümer Feldweg ist, erneut über die Bahngleise der Strecke Dortmund – Enschede und dann weiter über den Dortmund-Ems-Kanal hinüber. Nun erreichen wir vollends die ländlichen Gebiete von Lüdinghausen. Rechts, hinter der Abzweigung zum Klutendamm, befindet sich in den Frühlingsmonaten ein herrliches Rapsfeld, was mit seiner intensiven gelblichen Farbe bei Sonne fast in den Augen sticht.

Hier folgen wir der K23 weiter bis zu einer Linkskurve, in der wir allerdings geradeaus weiter in den Berenbrock laufen. Wir queren den Schweinehof Kortenbusch, ziehen einmal gute Landluft durch Nase und Lunge und laufen weiter in die Felder hinaus. Wir folgen dem Wirtschaftsweg bis wir den Erbdrostenweg erreichen. Dies ist nach ungefähr zehneinhalb Kilometern der Fall. Diesen kreuzen wir, um durch den Wald weiter zu laufen.

Den nun folgenden Pfadabschnitt habe ich schon einmal in meinem Tourbericht „Mixed Tour durch Berenbrock – Street meets Cross“ als die „Grüne Hölle von Berenbrock“ beschrieben. Jetzt, in den Frühlingsmonaten, muss sich das Grün erst entwickeln. Dennoch kann man an Hand des Weges schon erkennen, dass es sich hierbei um eine echte Naturchallenge handeln wird, wenn der Weg nicht regelmäßig freigeschnitten wird, was meist eben nicht der Fall ist. Zuerst laufen wir auf fluffigem Waldboden, dann wechseln wir auf einen, seitlich des Gronenbaches verlaufenden, Pfad, der uns am Claim der Pfadfinder vorbeibringt. Hier heißt es jetzt erneut aufpassen. Wenn man die kleine Wehrstelle im Bach erreicht, ist man zu weit gelaufen. Kurz vorher müssen wir uns rechts halten, um den Wald zu verlassen und durch die wahre „Güne Hölle“ zu laufen.

Hierbei handelt es sich um einen alten aufgelassenen Waldwirtschaftsweg, der nicht mehr gepflegt wird, uns aber Richtung Elverter Straße führen wird. In den Sommermonaten ist hier kaum ein Durchkommen und stellenweise müssen auch Wassersenken mit Hilfe von alten Baumstämmen gequert werden. Das ist dann echter Trailrun.

Nach rund zwölfeinhalb Kilometern erreichen wir die Elverter Straße und queren diese, um am Dinkelhof wieder auf einen Wirtschaftsweg einzubiegen. Dieser führt uns rund um den Hof in Richtung Karnickeldamm. Dieser Wegabschnitt ist sicherlich einer der schönsten Streckenabschnitte, da die Landschaft wunderschön und der Weg an sich herrlich still ist. Zuerst laufen wir durch den Wald, um dann am Feldrand entlang Richtung Gronenbach zu laufen, den wir erneut queren. Hier biegen wir links auf den Karnickeldamm ab. Wer hier eine Pause braucht, wird durch eine Bank und Tisch eingeladen, die Füße hoch zu legen.

Über den Karnickeldamm geht es nun für rund 700 Meter über einen wallartigen Pfad durch Bäume und Gebüsch weiter in Richtung Burg Vischering. Bei Gegenverkehr wird es hier echt eng, aber zumeist befindet man sich hier sowieso alleine. Wir erreichen eine Kreuzung. Geradeaus würde man zur Burg Vischering kommen, nach rechts ginge es zurück zum Erbdrostenweg. Wir aber laufen weiter nach links, um die Stever erneut zu kreuzen. Der Weg schlängelt sich nun dem Verlauf der Stever folgend weiter bis zur Sendener Straße, wo wir wieder die Zivilisation erreichen. Hier kreuzen wir die Bundesstraße und laufen entlang der Stever weiter bis zu unserem Ausgangspunkt der Stadtfeldstraße.

Nach ein klein wenig mehr als 16 Kilometern sind wir nun am Ausgangspunkt angekommen und können die dort befindlichen Bänke im Schatten der Platanen zum Ausruhen nutzen. 16 Kilometer, einmal rund um Lüdinghausen und total flat. Dafür aber völlig unterschiedliche Untergründe. Bei dieser Tour läuft man über Asphalt, Pflastersteine, Schotterwege aber auch befestigte und unbefestigte Waldwege. Hier wird Eure Koordination gefordert sein und eins ist sicher, bei tollem Wetter ist diese Runde ein echter Traum zum Abschalten und Genießen.

Probiert es mal aus – und nun allzeit gute Läufe!

 

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