13. Nottulner Stiftslauf – Ganz schön knackig und trotzdem knapp Bestzeit erreicht (5/10 km)

Am Samstagnachmittag fand im Rahmen des Nottulner Frühlingsfestes auch der 13. Stiftslauf statt. Im Vorfeld hatte ich im Internet leider wenig Informationen über die Strecke gefunden. Im Nachgang muss man sagen, ist dieser Lauf aber alles andere als ein einfacher Spaziergang.

Ich hatte mich mal wieder für ein Double angemeldet. Die 10 Kilometer wollte ich im Rahmen der Streiflichter Laufserie laufen. Die 5 Kilometer hatte ich noch als Tempolauf zusätzlich berücksichtigt. Da mein Ziel im Rahmen der Laufserie eh nicht ist, einen besonders tollen Platz zu ergattern, sollte der 10-er als Auslaufrunde fungieren.

Um 16:30 Uhr fiel erst einmal pünktlich der Startschuss für den 5 Kilometer-Lauf. Auf Kopfsteinpflaster starteten wir auf der Stiftsstraße und drehten als erstes eine kleine Runde durch die Nottulner Innenstadt. Dass der Lauf kein Flachlandlauf werden wird, wurde uns hier direkt bewusst, da wir bereits in der Innenstadt kurz nach dem Start die ersten Steigungen zu meistern hatten. In diversen rechts, links, rechts Biegungen liefen wir zuerst durch die Burgstraße, dann durch die Tiefe Straße, zügig aus der Innenstadt hinaus. In Höhe des Twiaelf-Lampen-Hok bogen wir dann nach rechts in das Ludgeruspättken ab, das uns in Richtung Wasserwerk weiterführte.

Hinter dem Wasserwerk folgte dann die erste Schikane. Eine 180 Grad-Kurve, die uns richtig steil nach oben an die neu gebaute, aber noch nicht in Betrieb befindliche, Umgehungsstraße Nottulns führte. Hier erfolgte dann eine weitere 180 Grad-Kurve und weiter ging es aus der Stadt heraus in die Felder hinein.

Strecke_Nottulner Stiftslauf

Für die nächsten 600 Meter hatten wir einen Höhenunterschied von ziemlich genau 30 Metern zu absolvieren. Bezeichnender Weise heißt dieses Wegstück auch Uphoven. Endlich oben auf der Kuppe angekommen, wurde man aber mit einem herrlichen Ausblick über die tiefer gelegenen Felder bis hin in die Baumberge belohnt. 300 Meter ging es nun auf dem asphaltierten Wirtschaftsweg Uphoven weiter, bevor wir an der nächsten Gabelung nach links abbogen mussten. Jetzt hieß es immer dem Weg folgen.

Nach zweieinhalb Kilometer Laufstrecke gab es dann auch einen Versorgungsstand, der dankend angenommen wurde. Als wäre das Wasser nicht genug Belohnung gewesen, führte uns der Wegverlauf nun wieder deutlich abfallend von 130 Höhenmeter auf 105 Höhenmeter hinab.

Kurz vor dem Ludgerusdenkmal und dem Nonnenbach bogen wir nun von dem asphaltierten Wirtschaftsweg erneut nach links ab in einen Waldpfad. Dieser war in Teilen so schmal, dass an Überholen nicht zu denken war. Aufgrund der vorherigen Steigungen hatte sich das Läuferfeld aber ohnehin schon sortiert und insofern lief die Kette zügig durch den Wald Richtung Nottuln zurück.

In Höhe des Wasserwerks erreichten wir dann wieder die Zivilisation. Hier wurden wir durch eine Rohrskulptur, den „blauen Rohrbert“, begrüßt. Weiter ging es wieder über das Ludgeruspättken zurück Richtung Innenstadt.

Über die Heriburgstraße gelangten wir wieder auf die Stiftsstraße und den Stiftsplatz, wo sich schlussendlich auch das Ziel befand.

Nach nur 22:25 Minuten erreichte ich hier die Ziellinie und bin damit meiner bisherigen Bestzeit über 5 Kilometer (21:39 min.) sehr nahe gekommen – und das bei den Bergen. Zudem erlangte ich noch Platz 3 in der AK-Wertung und Platz 24 von 131 Finishern in der Gesamtwertung.

Nun hatte ich rund eine Stunde Pause und konnte mich umziehen und die Schuhe wechseln. Die schnellen Runden laufe ich immer mit meinen Salomon Sonic Pro, während ich die Langstrecke immer mit meinen New Balance absolviere.

Der 10 Kilometer-Lauf, der der eigentliche Stiftslauf ist, bildet die gleiche Strecke ab, verläuft allerdings über 2 Runden. Start war hier um 18 Uhr. Trotz der erheblichen Steigungen und der wechselnden Bodenbeschaffenheiten konnte ich auch hier eine sehr gute Zeit erlaufen. Bereits nach 51:25 Minuten war ich wieder im Ziel und erlangte damit AK-Platz 12 und in der Gesamtwertung von 172 Finishern Platz 80. Da ich nach dem ersten Lauf nur eine Banane gegessen hatte, hatte ich die ganze Zeit latent Hunger. Die Gedanken an Jägerschnitzel oder Currywurst und Pommes Mayo haben mich somit die ganze Strecke lang begleitet. Nicht schön sowas.

Bildschirmfoto 2017-05-12 um 06.33.57

Das auf Steigung angepasst Tempo (SAT) lag beim 5 Kilometer-Lauf zwischen 3:56 und 4:37 Minuten/Kilometer. Beim 10 Kilometer-Lauf verlangsamte sich die Zeit dann auf 4:46 bis 5:20 Minuten/Kilometer, was aus meiner Sicht auch noch recht flott ist.

Das auf Steigung angepasste Tempo errechnet dabei ein äquivalentes Tempo für einen Lauf in flachem Gelände. So kann der Läufer seine Läufe im hügeligen und flachem Gelände leichter miteinander vergleichen. Da bergauf Laufen zusätzliche Anstrengung erfordert, ist das auf Steigung angepasste Tempo schneller, als das tatsächliche Lauftempo. Beim bergab Laufen ist das auf Steigung angepasste Tempo langsamer, als das tatsächliche Lauftempo.

Der Stiftslauf findet im Rahmen des Nottulner Frühlingsfestes statt. Den Besuchern wird ein umfangreiches Programm mit Musik und diversen Marktständen geboten, an denen wie eh und je Blumen und Grünpflanzen, Kunsthandwerk sowie weitere Artikel für Garten, Haus und Balkon angeboten werden. Abgerundet wird das Ganze durch zahlreiche Imbissstände, die natürlich nicht fehlen dürfen.

Neben den beiden benannten Läufen wird auch noch ein Schülerlauf über 1,4 Kilometer sowie ein Bambinilauf über 700 Meter angeboten. Neben einigen Kopfsteinpflasterpassagen verläuft die Strecke weiterstgehend über Asphalt und im letzten Drittel einer Runde über befestigten Waldboden.

Der Lauf ist schön familiär und sehr zu empfehlen, da er, wie beschrieben, mal eine Herausforderung darstellt und eben nicht wie andere nur flat seinen Bahnen zieht. Informationen findet Ihr zu diesem Lauf auf der Website des SV DJK Grün-Weiß Nottuln 1919 e.V. Die Zeitmessung erfolgt über Einmalchip von myraceresult, wo man sich auch komfortabel die Ergebnisse und Urkunden abrufen kann.

Und nun allzeit gute Läufe!

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4 Gedanken zu “13. Nottulner Stiftslauf – Ganz schön knackig und trotzdem knapp Bestzeit erreicht (5/10 km)

  1. Hi Matthias, da hattest Du Dir ja ganz schön was vorgenommen! Bestzeit in Nottuln zu laufen ist echt ein starkes Stück. Glückwunsch! Im letzten Jahr kam zu den Steigungen auch noch ein extrem heisser Tag – da sind die Läufer reihenweise ausgestiegen.

    Bist Du in Lette auch dabei? Vielleicht knackst Du dann Deine 10-km-Bestzeit. Die Strecke gibt es zumindest her – und fit bist Du ja anscheinend auch. 😉

    Liebe Grüße

    Thomas

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    1. Moin Thomas, diesmal war es auch nicht gerade kalt. Beim 10-er lag auch eine Läuferin in den Brennnesseln. Das sah nicht gut aus. In Lette bin ich dabei. Muss ich mal schauen, ob ich die Zeit geknackt bekomme. Wenn es wieder warm wird, eher nicht ;-). Ich brauche entweder Nieselregen, Wind oder Sonne und kalten Wind. Kannste da was machen? Beste Grüße, Matthias

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