Laufbericht: 37. Emsdettener Teekottenlauf – Mit starkem Finish zur sub50 (10 km)

7 Jahre war es schon wieder her, als ich das letzte Mal in Emsdetten an den Start gegangen bin. Dabei ist der traditionelle Teekottenlauf, der in diesem Jahr in seine 37. Auflage feierte, die Anreise allemal wert.

Bei bestem Wetter und grandioser Stimmung hatte sich erneut vermutlich halb Emsdetten am Teekotten versammelt und startete bei den zahlreich angebotenen Läufen oder war zumindest als anfeuernder Zuschauer vor Ort.

Ich hatte mich für den 10 km-Lauf angemeldet und hatte für die flache Strecke mal mutig eine sub50 anvisiert. Sonne, abendlicher, kühler Wind und gute Form – da sollte doch etwas möglich sein.

Leicht verspätet wurden wir um kurz vor 19 Uhr auf die Piste gelassen. Der Start erfolgt zunächst auf dem Sportplatz am Teekotten. Von hier ging es über die Wiesenfläche Richtung Ausgang. Hier war alles breit genug angelegt, so dass das übliche Geknubbel direkt am Beginn vermieden wurde. Beim Abbiegen auf den Wirtschaftsweg Aechterhoek wurde es dann in der Kurve ein wenig eng, aber das war nicht der Rede wert.

Vom Walter-Steinkühler-Stadion aus liefen wir über den Aechterhoek in Richtung Emsdettener Venn. Nach rund 2 Kilometern Wegstrecke bogen wir nach links ab, um nach 200 Metern erneut nach rechts abzubiegen. Hier gab es auch bereits den ersten Versorgungspunkt, den ich allerdings auslassen konnte, da ich im Vorfeld gut getrunken hatte und ich mich insgesamt recht gut fühlte.

Nun führte die Strecke durch die Bauerschaft, zwischen den Feldern und Wiesen hindurch.  Nach rund 4 Kilometern bogen wir nach rechts ab, um die erste Wendeschleife zu in Angriff zu nehmen. Diese war rund zweieinhalb Kilometer lang. Dann ging es auf der bekannten Strecke wieder zurück Richtung Stadion. Bei Kilometer 8,4 erreichten wir die Abzweigung des ersten Versorgungsstandes.

Regelmäßig wanderte mein Blick auf die Uhr. Ich hatte mir eine sub50 eingeplant und mir die Pace vorher angeschaut. Ich war gut in der Zeit. Alle Kilometerwerte lagen deutlich unter 5 Minuten. Demnach sollte es wohl eine sub50 werden.

Das Wetter war hervorragend. Die abendliche Sonne gab ein großartiges Licht, es war angenehm warm und stellenweise wehte ein kühlender Wind, der noch einmal dabei half, Kräfte zu mobilisieren.

Ich hatte bewusst von etwas weiter hinten gestartet, da es für mich immer besser ist, das Feld von hinten aufzuräumen als mich an einen schnellen Läufer zu hängen, um später nicht mehr vorwärtszukommen. Auf der langen Geraden zurück zum Ziel, immerhin noch 1,6 Kilometer, konnte ich noch einmal etwas durchziehen und die Grüppchen, die vor mir waren, überholen. Eine Gruppe nach der anderen kassierte ich auf dem Weg zurück zum Stadion und ich hatte nicht den Eindruck, mich vollends zu verausgaben.

Dann kam das Stadion in Sicht und ich bog auf die Rasenfläche vor dem Ziel ein. Noch einmal Gas geben und dann – dann sah ich die Uhr und sah 49:17 Minuten. Das war nun die Bruttozeit. Ich hatte den letzten Kilometer nicht mehr auf die Uhr geschaut. Nun stellte ich aber fest, dass ich in 49:05 Minuten (Nettozeit) die Ziellinie überquerte.

Damit erreichte ich unter den 224 Finishern Gesamtplatz 59, in der Altersklasse Platz 7 (17) und bei den Männern Platz 56 (143). Was für ein Lauf. Die magische 50-Minuten-Marke war gefallen, fast hätte ich noch die 49er-Marke geknackt und dann stellte ich beim Vergleich noch fest, dass ich meine Zeit aus 2017 auch noch um ganze 27 Sekunden unterboten hatte.

Besser hätte es nicht laufen können – ein perfekter Start in das Wochenende.

Die LG Emsdetten 1986 e.V. bietet im Rahmen des Teekottenlaufs eine ganze Reihe von Straßenläufen an, so dass für jeden eine passende Streckenlänge dabei sein dürfte. Gestartet wird mit dem Bambinilauf über 200 Meter, dann folgen die Schülerläufe über 1,4 und 2,4 Kilometer. Dem schließt sich dann der 5 Kilometer-Straßenlauf und der Halbmarathon an. Ganz zum Schluss, quasi als krönender Abschluss, folgt dann der Straßenlauf über 10 Kilometer. Ein abendfüllendes Programm mit viel Spaß und sportlichen Höchstleistungen ist somit garantiert.

Der Teekottenlauf wird nach den amtlichen Bestimmungen von IAAF und DLV des FLVW (Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen) durchgeführt. Damit können die erzielten Ergebnisse in die Bestenlisten mit aufgenommen werden, sofern man über einen DLV-Startpass verfügt. Mir reicht auch meine persönliche Bestenliste.

Weitere Informationen findet Ihr auf der sehr guten Website der LG Emsdetten oder aber auf der vorhandenen Facebook-Präsenz.

Nun erneut allzeit gute Läufe und genießt weiterhin die Laufsaison!

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