43. Sparkassen Winterlaufserie in Hamm – Auf dem Weg zu alten Bestzeiten oder das allererste Mal (21,1 km/HM)

Ja, das war sie nun – die 43. Sparkassen Winterlaufserie in Hamm. Mit dem krönenden Halbmarathon beendet die älteste dreiteilige Winterlaufserie Deutschlands dieses Jahr, was noch so jung ist. Bei herrlichstem Sonnenschein machten sich die Läuferinnen und Läufer auf die 21,1 Kilometer lange Wendepunktstrecke durch das Landschaftsschutzgebiet der Lippeauen im nördlichen Stadtgebiet von Hamm.

Heute war ich wieder mit meinem Laufkollegen Sascha vom Lauftreff Lüdinghausen vor Ort. Zu uns stoßen sollte noch Manni, der ebenfalls mit uns im Lauftreff Lüdinghausen rennt.

Pünktlich um 10 Uhr fiel der Startschuss und wir begannen den uns mittlerweile wohl bekannten Lauf erst durch das Stadion, dann auf die Straße. Diesmal war der Streckenverlauf gleich wie beim 15 Kilometer-Lauf. Ich kam auch hervorragend voran und aufgrund der Tatsache, dass ich etwas weiter im vorne im Feld gestartet war, konnte ich mir auch mühselige Überholmanöver weitestgehend sparen.

Kurz nach dem Start überholte mich Anne Kaffeekanne, die im Westfälischen Anzeiger eine Kolumne schreibt. Für ein Gespräch war aber keine Zeit, da sie ordentlich durchzog, trotz Toffifee im Bauch.

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Im Bereich der Lippeauen kam dann die Sonne raus und ich erinnerte mich an die Worte von Sascha, der mich vor dem Start noch gefragt hatte, wieso ich bei der Wärme in langen Klamotten laufe. So warm fand ich es jetzt nicht, aber bei Windstille und frontaler Sonne ändert sich schon mal die Einschätzung. Jetzt wäre ich dankbar gewesen für kurze Klamotten.

Nach dem Wendepunkt des 15 Kilometer-Laufs ging es diesmal weiter geradeaus, entlang des Datteln-Hamm-Kanals. Relativ schnell konnten wir dann links liegend den beliebten Kurpark sehen, den wir aber erst einmal tatsächlich links liegen ließen, um 300 Meter weiter an der Mündung der Ahse in den Kanal nach links abzubiegen, um in einem Stich zum Gradierwerk zu laufen.

Hier befand sich auch der Wendepunkt und, man muss es sagen, leider der einzige Verpflegungsposten auf der Strecke. Leider waren die Becher auch nur halb voll, so dass ich mir direkt zwei griff, was mir aber definitiv zu wenig war. Aber es musste ja weiter gehen. Nun ging es wieder rund 500 Meter zurück und jetzt kam der wohl beliebteste Abschnitt aller erfahrenen Winterserienläufer – der Kurpark.

Keine Ahnung, warum der so „beliebt“ ist, aber ich fand ihn schön. Eine kleine Runde um die Seen gedreht und weiter ging es entlang des Datteln-Hamm-Kanals. Nun kam mir auch Sascha entgegen, der die Farbe seines T-Shirts angenommen hatte und zudem wohl Probleme mit seinen Schuhen hatte. Diesmal sollte er mich nicht einholen. Manni habe ich den ganzen Lauf nicht gesehen.

Nun führte uns die Strecke wieder den gleichen Weg zurück. Lediglich in Höhe der Kläranlage gab es noch einmal einen kleinen Stich, 100 Meter ins Feld hinein, um dann vollends den Heimweg anzutreten. Später erfuhr ich, dass an dieser Stelle der Kreislauf eines der Mitläufer wohl versagte.

Ab Kilometer 18 habe ich mir aber auch mal die eine oder andere Schrittpause gegönnt, die mich zeitlich natürlich auch gebremst hat. Mit 1:54:06 kam ich schlussendlich über die Ziellinie gelaufen, belegte unter 766 Finishern den 504. Platz und in der AK-Wertung Platz 65. Bei der Serienwertung erreichte ich mit einer Gesamtzeit von 4:03:44 und 505 Finishern Platz 347 und in der AK-Wertung Platz 43.

Mit meiner Zeit bin ich sehr zufrieden, da ich weiß, wenn ich jetzt noch 10 Kilo abnehme, laufe ich auch wieder Bestzeit. Und immerhin war ich rund 3 Minuten schneller unterwegs als beim letzten Halbmarathon in Tromsö. Die Richtung stimmt jedenfalls schon einmal.

Manni und Sascha liefen rund 5 Minuten später mit identischer Zeit über die Ziellinie. Beeindruckend war, dass Manni, der in der AK 70 unterwegs ist, scheinbar ganz entspannt daher kam. Ein neues Vorbild ist gefunden.

Im Zelt gab es später noch ein Bierglas als Medaillenersatz für die Serienteilnehmer.

Insgesamt fand ich die Streckenführung, auch wenn ich Wendepunktrennen nicht mag, sehr schön und durchaus auch reizvoll. Unbedingt überdenken sollte man meiner Meinung nach die Wasserversorgung auf der Strecke, zumindest beim Halbmarathon. Lediglich ein Stand, bei dem die Becher nur halbvoll sind, man also bei zwei Bechern gerade einmal nur 200 ml Wasser zu sich nimmt, halte ich persönlich für deutlich zu wenig. Alternative wäre, den Wassersack mitzuschleppen.

Im Stadion ist die Versorgung hingegen absolut vortrefflich. Hier gab es alles, vom Kuchen bis zur Wurst, und dies in Hülle und Fülle. Auch bot das Stadion als Startpunkt optimale Bedingungen für die Läuferinnen und Läufer.

Der Halbmarathon war darüber hinaus auch etwas Besonderes für mich, da es mein allererster Halbmarathon überhaupt war, den ich in Deutschland gelaufen bin. Bisher habe ich mir diese Läufe immer für Sightseeing-Wochenendtrips im Ausland aufgehoben, so wie es sicherlich auch weiterhin sein wird.

Wer nun auch mal die komplette Serie oder aber nur Einzelläufe tätigen will, der kann sich auf der Website der LG Hamm informieren.

Insofern allzeit gute Läufe und vielleicht bis zum nächsten Jahr.

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6 Gedanken zu “43. Sparkassen Winterlaufserie in Hamm – Auf dem Weg zu alten Bestzeiten oder das allererste Mal (21,1 km/HM)

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