45. Winterlaufserie Hamm – Gelungener Saisonauftakt mit Aha-Effekt (10 km)

Am Sonntag war es soweit. Mein persönlicher Start in die Laufsaison 2019. Nach sieben Wochen Krankheit, zwei gebrochenen Zehen und der Weihnachtsvöllerei rief nicht nur mein etwas fülliger gewordener Körper nach Bewegung.

Die letzten zwei Wochen hatte ich schon mein Training wieder intensiviert und war doch erschrocken, welche Auswirkungen das lange Nichtlaufen so hatte. Bei einer Pace von 5:40 Minuten/Kilometer schaffte ich doch tatsächlich eine Herzfrequenz von 175. Wahnsinn. Jetzt war Aufbauarbeit und Kondition erarbeiten angesagt.

Da der Lauftreff Lüdinghausen immer gut in Hamm vertreten ist, entschied ich mich ebenfalls nach Hamm zu fahren und die Läufertruppe zu „verstärken“.

Sonntagfrüh trafen wir uns alle im großen Zelt, holten unsere Startnummern ab und gingen weiter auf die große überdachte Tribüne an der ovalen Aschebahn. Hier konnten wir uns windgeschützt umziehen und auf den Lauf vorbereiten. Das Wetter war noch erträglich. Nach den letzten kalten Tagen, war es nun etwas wärmer, dafür regnerisch.

Wir drehten unsere Einlaufrunden und begaben uns dann zum Start. Vorher musste aber noch das obligatorische Foto gemacht werden. 3 Minuten vor dem Start. Dann sortierten wir uns im Läuferfeld ein. Die besten kommen eben zum Schluß. Ich ging freiwillig nach hinten, wollte ja niemandem im Wege sein. Mein Ziel war ein schöner ausgeglichener Lauf mit einer soliden 50er-Zeit.

Dann der Startschuss und das Läuferfeld startete zu seiner Einlaufrunde über die Aschebahn, bevor es nach eindreiviertel Runden Richtung Lippeauen ging.

strecke hamm_10 km

Den weiteren Verlauf des Laufs lest Ihr am besten in meinem Bericht aus 2017, den ich hier verlinkt habe. An der Route hatte sich auch in diesem Jahr nichts verändert.

Bei Kilometer 5, kurz vor der Wendemarke, wurde die Zeit durchgegeben. 24 Minuten und irgendwas. Das war nicht schlecht, aber schlussendlich nicht zu halten. Am Wendepunkt kam es zu einem kleinen Stau, der aber nicht zu vermeiden war. Immerhin waren wir hier lediglich auf einem schmalen Fuß- oder Radweg unterwegs.

Nun ging es wieder zurück zum Jahnstadion. Entlang der Lippeauen fing es an ein wenig zu regnen. Keine schlechte Idee, dachte ich. Ist ja ganz mein Wetter. Kalt, nass, ein wenig Niesel. Haltet mich für bekloppt, aber es ist so. Allemal besser als Sonne und Hitze. Ich zog aber dennoch nicht an, weil ich einfach meinen Trott weiterlaufen wollte.

„Nicht schlecht bei der Geschwindigkeit“, kam es von hinten. „Wie bitte?“, fragte ich. „Na Deine Herzfrequenz, 145“, sagte der Läuferkollege zu mir. Das konnte ich nun nicht wirklich glauben. Er hatte sich sicher verhört. Vermutlich waren es doch eher 175. Am Ende bestätigte sich, dass meine Intuition besser war als sein Gehör.

500 Meter vor dem Ziel stach es dann im Oberschenkel. Das hatte ich schon öfters, aber nie zu so einem ungünstigen Zeitpunkt. Es war wie ein Stich direkt unter der Haut.  Später meinte ein Kollege aus dem Lauftreff, dass es eine Muskelverhärtung sein könnte. Es lebe die Blackroll, die nun zum Einsatz kommen wird. Schmerzhaft, aber notwendig.

Der Zieleinlauf verlief dann halbwegs störungsfrei. Ich konnte den Lauf mit einer schönen Zeit von 50:02 Minuten abschließen. Erneut mal wieder knapp an einer Marke vorbeigeschlittert. Die drei Sekunden zu viel hätte ich mir auch schenken können. Sei es drum, die Zeit war für mich für den Anfang top.

Unter den exakt 1.000 Finishern erreichte ich Gesamtplatz 524, in der Altersklassenwertung (AK-Wertung) Platz 75 (105) und in der Gender-Wertung Platz 447 (711).

Der Aha-Effekt kam bei Betrachtung der Ergebnisliste. Ich konnte mein Ergebnis aus der Altersklasse zuerst nicht finden. In der M40 war niemand mit 50:02 Minuten verzeichnet. Wie konnte das? Es lag daran, dass ich mit dem Jahreswechsel in eine neue Altersklasse, die M45, gerutscht war. Herzlich willkommen Bambini. Jetzt merkst Du, dass Du wieder älter geworden bist.

Mein Training werde ich nun weiter intensivieren und dann in zwei Wochen den 15 Kilometer-Lauf im Rahmen der Winterserie in Hamm absolvieren. Den Halbmarathon der Winterserie werde ich nicht laufen, da ich dieses Jahr in Neapel meine Halbmarathonserie starten werde.

Startet gut in die neue Saison, lasst es gemütlich angehen. Das Jahr ist noch lang genug für allzeit gute Läufe!

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