Check: Der JVC HA-ET50BT im Test – Eine In-Ear-Lösung, die alles mitmacht (SP)

Ich habe schon so einige Kopfhörer genutzt. Gerade auf längeren Trainingsstrecken finde ich es ganz angenehm ein wenig musikalische Beschallung zu erfahren, um etwaiger auftretenden Langeweile vorzubeugen. Meine bisherigen Kopfhörer habe ich immer nur kurzzeitig genutzt.  Die Modelle haben mich nicht überzeugt, daher sind sie relativ schnell in der Versenkung verschwunden oder gar direkt im Müll.

Ich hatte kabelgebundene, die einem ständig an der Hose hängenbleiben und den Kopfhörer verziehen. Dann hatte ich welche, die hinter dem Ohr befestigt werden. Auch dies funktionierte nicht, da die Klemmen immer mit meiner Brille kollidierten. In-Ear-Kopfhörer hatte ich auch schon, allerdings hielten diese bei mir meist nicht, fielen also raus oder aber saßen so schalldicht, dass keinerlei Umgebungsgeräusche mehr wahrnehmbar waren. Das fand ich nun auch nicht so angenehm, zumal es auch die eigene Sicherheit beim Laufen gehörig minimiert, da man seine Umgebung nicht mehr wahrnehmen kann.

Nun kam also die Anfrage von JVCKenwood und an dieser Stelle meinen herzlichen Dank für die Testmöglichkeit, die ich natürlich zuerst einmal skeptisch und mit einer aus der Historie geprägten Erwartungshaltung dennoch annahm. Das kleine Päckchen kam und es enthielt den Kopfhörer, ein kleines Ladekabel sowie diverse austauschbare und in verschiedenen Größen befindliche Ohraufsätze.

Die Bedienungsanleitung war schnell gelesen, weil alles nun wirklich völlig simpel und fast selbsterklärend funktioniert. So mag ich das. Zuerst nutzte ich das USB-Ladekabel und lud den kleinen in der Bedieneinheit des Kopfhörers befindlichen Akku auf. Ein roter Punkt zeigt einem an, ob der Akku vollständig geladen ist. Die Kopplung mit Bluetooth funktionierte anschließend reibungslos und schnell. Kaum gedrückt, war die Verbindung auch schon da. Das habe ich bei teureren Produkten schon ganz anders erlebt. Der Klang war auch direkt überzeugend. Dem Praxistest stand somit nichts mehr im Wege.

Ich habe den Kopfhörer nun eineinhalb Monate getestet und dies auf diversen Läufen, wie Trails und Straßenläufen.

Zuerst war ich, zugegeben, ein wenig skeptisch, ob die beiden kleinen flexibel drehbaren Haltebügel, genannt Pivot-Motion-Fit Ohrfixierung, den Kopfhörer tatsächlich am Ohr fixieren können und sich bei den Läufen nicht alles löst und die Kopfhörer herausfallen oder verrutschen. Dies kann ich nicht bestätigen. Relativ schnell und einfach hatte ich die Kopfhörer angelegt und die aus weichem Gummi bestehenden Haltebügel saßen von Anfang an korrekt an der Ohrmuschel. Auch bei heftigen Schütteln des Kopfes verrutschte nichts und der Kopfhörer saß bombenfest. Was für mich besonders positiv war, ich konnte meine Brille problemlos tragen. Bisher störten die Bügel anderer Kopfhörer, die man sich hinter das Ohr klemmt, regelmäßig in Kombination mit einer Brille.

Dem Kopfhörer waren diverse Ohrstöpsel in verschiedensten Größen beigelegt. Die Ohrstöpsel sind halb offen ausgelegt, so dass man während des Laufs nicht komplett von der Umwelt abgeschottet ist und Umgebungsgeräusche, z.B. des Straßenverkehrs, durchaus noch wahrnimmt. Ich persönlich finde dies sehr angenehm, da ich ein komplett abgeschottetes Ohr eher als störend und unangenehm empfinde. Die geschlossenen Standard-Ohrstöpsel werden aber auch mitgeliefert.

Sollte man den Kopfhörer nicht verwenden, ihn aber schon anlegen wollen, zum Beispiel vor einem Lauf oder Wettkampf, dann kann man die beiden Ohrhörer zusammenführen. Sie verfügen über eine magnetische Fixierung, die verhindern soll, dass man den Kopfhörer durch einfaches Umhängen verlieren könnte. Unter Umständen könnte man die magnetische Fixierung noch ein wenig verstärken, da diese aus meiner Sicht ein wenig schwach ausgeprägt ist. Man muss schon die beiden Punkte genau treffen, damit die Fixierung greift. Schlussendlich aber ein gelungenes Feature, welches durchaus durchdacht und sinnvoll ist.

Schweiß, Regen und Nässe im Allgemein machen dem Kopfhörer nichts aus. Er verfügt über einen Spritzwasserschutz der Klasse IPX5, was bedeutet, dass der Kopfhörer gegen Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt ist. Wenn man also nicht gerade in der Hausbesetzerszene in Hamburg aktiv ist und sich regelmäßig Scharmützel mit den polizeieignen Wasserwerfern liefert, sollte dem Hörgenuss auch bei heftigen Regen nichts im Wege stehen.

Besonders überrascht hat mich der Lithium-Polymer-Akku des Kopfhörers. Bedenkt man, dass dieser in der klitzekleinen Bedieneinheit enthalten ist, ist es erstaunlich, dass dieser Akku locker 9 Stunden durchhält. Diese Zeiten kann ich bestätigen. Während meiner Testzeit habe ich den Akku nicht ein einziges Mal aufladen müssen.

Einen Punkt halte ich für absolut vernachlässigenswert, aber der Vollständigkeit halber will ich ihn dennoch mit aufführen. Ja – man kann den Kopfhörer sogar zum Telefonieren nutzen. Die Qualität ist aber nicht besonders. Der Empfänger hört reichlich Nebengeräusche, so dass man das eingebaute Mikro lediglich für kurze Statusmeldungen verwenden sollte. Längere Gespräche führt man daher sinnvoller Weise am besten nach der Trainings- oder Wettkampfeinheit. Man muss nicht immer überall zu jeder Zeit erreichbar sein, insofern lauft um zu laufen und nicht um zu telefonieren.

Fazit – Der Kopfhörer bietet einwandfreien Hörgenuss bei gleichzeitig absolut festem Sitz am Ohr und eine überdurchschnittliche Akku-Laufzeit. Gleichzeitig ist der Kopfhörer leicht zu verstauen und stört nicht. Der Preis liegt derzeit bei rund 79,- €.

Wenn Ihr mehr Informationen wollt, dann könnt Ihr die Seite von JVCKenwood besuchen. Hier wird der Kopfhörer noch einmal ausführlich durch den Hersteller vorgestellt.

Und nun ordentliche Beschallung und allzeit gute Läufe!

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