Extreme Empire Run – Der Lauf, der Dich garantiert auf die Halde bringt bringt (11 km)

Nach dem ich im letzten Jahr bei atemberaubender Hitze den Ultra Stairway Run über 6,5 km absolviert hatte, musste dieses Jahr nun die Steigerung her. Dies war auch rein praktisch notwendig, da ich jemanden brauchte, der mich nach Bottrop kutschiert. So hatte ich mich also lauftechnisch anzupassen. Die Wetterapp versprach kühle 18 Grad und leichte Wolken. Insofern top Bedingungen für diese Herausforderung.

Der Extreme Empire Run ist der Hauptlauf des jährlich, und in diesem Jahr zum vierten Mal, statt findenden Tetraeder Treppenlaufs. Im Vergleich zum Vorjahr, wo nur 10 Kilometer zu laufen waren, hatte der LC Adler Bottrop e.V. in diesem Jahr noch mal einen Kilometer drauf gelegt. Auch bei den Stufen wurde ordentlich nachgelegt, so dass schlussendlich 1.847 Stufen zu erklimmen waren.

Die Statistik liest sich demnach auch beachtlich. Insgesamt sind 11 Kilometer zu laufen, 1.847 Stufen und 372 Höhenmeter zu überwinden. Damit toppt dieser Lauf auch den in New York statt findenden Empire State Run-up um 271 Stufen und 52 zusätzlichen Höhenmetern. Weltweit gibt es derzeit nur noch ganze drei Läufe, die dem Extreme Empire Run das Wasser reichen können. Dies sind der Taipei 101 Run up Race mit 2.046 Stufen, der SkyRise Chicago Tower Up im Sears (Willis) Tower mit 2.109 Stufen und schlussendlich der Millenium Tower Run up in Wien mit 2.529 Stufen. Also, nach oben wird die Luft langsam dünn.

Der Start ist, wie bei allen Läufen, oben am alpincenter in Bottrop. Von hier hat man schon mal einen ersten schönen Blick hinüber zum Tetraeder. Gleichzeitig kann man sich vor Augen führen, welche Steigungen, insbesondere im Schlussspurt auf einen zu kommen. Dazu aber gleich noch mehr.

Der Verlauf ist identisch mit dem Ultra Stairway Run, den ich bereits letztes Jahr beschrieben hatte, insofern schreibe ich diesmal nur kurz etwas zum Verlauf. Es geht zuerst einmal zügig bergab in eine Senke, um dann langsam über eine Rampe hinauf zu einer Eisenbahnbrücke zu führen. Diese wird gequert und die Herausforderung nimmt seinen Lauf. Hier folgen die ersten 346 Stufen, die auf der ersten Runde auch noch gut zu schaffen sind. Oben angekommen, knickt der Weg nach rechts ab und führt weiter Richtung Tetraeder. Über weitere 41 Stufen erreicht man das Haldenplatteau und der riesige Tetraeder liegt direkt vor einem.

Die Halde erinnert ein wenig an einen Vulkankraterrand, da sie nach innen abfällt. Von hier oben hat man einen tollen Blick, zum einen zum Tetraeder, aber auch hinüber zum Alpinzentrum. Grandios sind aus meiner Sicht die heftigen Winde hier oben. Insbesondere nach den Stufen ist dies eine willkommene Abkühlung.

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Nach Umrundung der Halde geht es steil bergab und um die Halde herum, bis man am Einstieg der Stufen wieder ankommt.

Die eben beschriebene Runde wiederholt sich nun vier Mal, bis man insgesamt 5 verschieden farbene Rundenbändchen umhängen hat. Dann geht es wieder hinab, über die Eisenbahnbrücke und hinüber in die Senke.

Bisher ist man immer entweder bergauf oder aber bergab gelaufen, niemals aber ein längeres Stück eben. Nach dem deutlichen Abstieg kommt mir die ebene Strecke eher so vor, als verliefe sie bergan. Vielleicht eine Vorwarnung für das, was mich wenige Meter weiter erwartet – der finale Anstieg hinauf zum Alpinzentrum.

54 Höhenmeter sind hier über einen relativ kurzen Streckenabschnitt zu erklimmen. Nach 1.847 Stufen fühlt man sich hier alles andere als frisch und mir entlockt dies nicht nur einmal das unflätige f..k-Wort. Erschwerend kommt hinzu, dass die Sonne unbarmherzig auf den Asphalt knallt und uns alle noch einmal so richtig aufheizt.

Oben angekommen, folgt noch eine kleine dreiviertel Ehrenrunde über den Parkplatz und das Ziel ist erreicht.

Mit einer für mich tollen Zeit von 1:12:27 min. erreiche ich Gesamtplatz 82 (alle Geschlechter), Gesamtplatz 72 (Männer) und in der AK-Wertung Platz 10. Erstaunlich für mich ist, dass ich bei 127 Finishern „nur“ auf Platz 82, also im hinteren Drittel gelandet bin. Das spricht für ein extrem starkes und junges Läuferfeld – mein Gott, ich bin auch erst 42 Jahre „alt“.

Der Lauf war auch dieses Jahr wieder sehr gut organisiert. Insbesondere die Rundenbändchen helfen beim Rundenzählen. Denn seien wir mal ehrlich, viel denken tut man nach 1.847 Stufen nicht mehr. Auch war gut, dass sich wirklich die meisten an die „Treppenverkehrsordnung“ gehalten haben, wobei es spätestens ab der dritten Runde relativ egal war, ob man nun auf der linken (schnellen) Seite oder der rechten (langsamen) Seite des Treppengeländers gelaufen ist. Ab einem bestimmten Grad ist Schnelligkeit eben relativ.

Der Tetraeder Treppenlauf bietet für jeden Geschmack etwas. So muss man nicht zwingend den 11 Kilometer langen Hauptlauf oder den 6,5 Kilometer langen Ultra Stairway Run mit 752 Stufen laufen. Es gibt auch noch einen 5 Kilometer langen Power Stairway Run mit 387 Stufen oder aber, wenn Ihr lieber im Team leiden wollt, dann könnt Ihr auch den 9,5 Kilometer langen Team Stairway Run mit 1.482 Stufen wählen.

Für den Firefighter, der noch nicht nicht genug unter der Woche gefightet hat, gibt es den Firefighter Stairway Run, der dem Ultra Stairway Run entspricht. Hier nur der kleine Unterschied, die Jungs und Mädels laufen mit voller Montur, also kompletter Schutzausrüstung, Sicherheitsstiefel und Sauerstoffequipment (ohne Maske). Hut ab vor dieser grandiosen Leistung.

Für Kinder gibt es ganze drei Läufe, nämlich den Power Hill, Ultra Hill und Extreme Hill Run.

Weitere Informationen findet Ihr auch auf der Website des Tetraeder Treppenlaufs oder aber auf der Facebook Präsenz.

Einen weiteren Laufbericht findet Ihr auch auf dem Blog von Kevin Voigt.

Bis zum nächsten Jahr und allzeit gute Läufe.

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