33. Pfingstwaldlauf Brilon – Anspruchsvoller Rundkurs durch den Briloner Wald (10 km)

Am Samstag hieß es Trailschuhe an und raus in den Wald. Da die Streiflichter Laufserie bei uns im Umland momentan Pause macht, hatte ich mir das Sauerland für einen Lauf ausgesucht. Nach Brilon ging es – zum 33. Pfingstwaldlauf.

Nach etwas mehr als einer Stunde Anreise kam ich in Petersborn, einem kleinen Weiler oberhalb von Brilon, an. Eine Straße, ein paar Häuser und Höfe und ein schöner großer Sportplatz. Ein bisschen wie im Urlaub. Die Laufveranstaltung war äußerst familiär. Ich hatte den Eindruck, jeder kannte jeden. Ich war vermutlich der einzige, der nicht aus dem Sauerland kam.

Der Start erfolgte pünktlich um 14:20 Uhr. Vom Vorplatz des Sportplatzes, im Schatten des riesigen Kyrill-Tores, machten sich die 54 Teilnehmer zuerst in relativ geschlossenem Läuferfeld auf, den Briloner Wald auf einem 10 km-Rundkurs zu entdecken.

Zuerst ging es nach links auf einen schottrigen Wirtschaftsweg leicht bergab. Ein kurzes Stück später bogen wir dann nach links in einen Wiesenpfad ab, der uns recht ordentlich bergan führen sollte. Hier trennte sich relativ schnell die Spreu vom Weizen. Vor mir entfernte sich eine schnellere Läufergruppe von mir und hinter mir wurde der Abstand auch immer größer. Relativ schnell hatte ich um mich rum Ruhe und ich konnte entspannt mein Tempo finden.

Strecke Brilon

Nach dem ersten Kilometer kreuzten wir einen Wirtschaftsweg. Danach ging es weiter stetig bergan. Nach rund eineinhalb Kilometern Laufstrecke hatten wir bereits eine Höhe von 609 Metern erreicht und damit rund 74 Höhenmeter absolviert.

Die nächsten Kilometer zogen sich immer schön am Hang entlang, mal leicht abfallend, mal ansteigend, bis zur sogenannten Spinne. Hier, bei Kilometer 2,7, befand sich der erste Verpflegungsstand, den ich auch dankbar nutzte. Weiter ging es für einen Kilometer bis auf 615 Höhenmeter hoch. Hier, am Antonius, trafen wir auf den Streckenabschnitt, der uns später wieder zurückführen sollte. Wir bogen hier direkt wieder nach links ab und folgten dem Hangweg, der durchaus erholend wirkte, da es relativ eben weiter ging.

Höhenprofil Brilon

Knapp vor Kilometer 5 verloren wir deutlich an Höhe. Von 616 m ging es runter auf 578 m, um dann in einem knackigen Anstieg auf nur einem Kilometer Länge ganze 70 Höhenmeter, auf 642 Meter wieder hinauf zu kraxeln. Hier, am Borberg, befand sich auch die zweite Verpflegungsstation, bei der es neben Wasser auch Cola gab. Ich nahm dankend an und nutze die Trinkpause für ein kurzes Foto.

Von hinten kamen nun doch noch drei weitere Läufer und ich beschloss erst einmal weiter zu laufen. Von nun an ging es noch ein kurzes Stück auf dem Rothaarsteig steil bergan, dann relativ eben weiter, bis zur Wegkreuzung „Antonius“. Ab Kilometer 8 verloren wir dann recht schnell an Höhe. Ich nutze den weichen Schotter des Wirtschaftsweges, um meine Knie ein wenig zu schonen.

Bei Kilometer 9 folgte dann noch mal ein letztes Aufbäumen der Strecke, ganze 15 Höhenmeter waren noch einmal zu bewältigen – das war zu schaffen, bevor wir wieder auf den Sportplatz einbogen und dort direkt im Ziel einlaufen konnten.

Nach 53:41 Minuten war ich wieder zurück. Unter den 54 Startern des 10 Kilometer-Laufs erreichte ich mit dieser Zeit Gesamtplatz 22. Bei den Männern (39) reichte es für Platz 20 und in der AK-Wertung erreichte ich sogar mit dem 2. Platz das Treppchen – ok, es waren auch nur 4 Teilnehmer in meiner AK unterwegs.

Im Anschluss gönnte ich mir die wohl erste Bratwurst nach einem Lauf überhaupt. Normalerweise esse ich nie etwas direkt nach dem Lauf, aber diesmal hatte ich einfach Hunger. Schön an den Sportplatz gesetzt und die Sonne genossen. Dann eineinhalb Liter Wasser geext und ich war fertig für die Heimfahrt.

Der Briloner Pfingstwaldlauf ist durchaus herausfordernd. Insbesondere die beiden Steilstücke am Borberg haben es in sich. Insgesamt halten sich Steigungen und Erholungsabschnitte aber gut die Waage, so dass man den Lauf durchaus genießen kann und auch den einen oder anderen Blick in die herrlichen Täler und die Sauerländer Weite wagen sollte. Mit Strecken von 1 km, 4 km, 10 km und einem Halbmarathon sowie dem Walking ist für jeden Schwierigkeits- und Ausdauergrad etwas dabei.

Informationen findet Ihr auf der Website des Post-Sportverein Brilon 1969 e.V. Viel Spaß vielleicht dann im nächsten Jahr und allzeit gute Läufe!

 

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. somi1407 sagt:

    Klingt gut. Muss ich mir mal merken für fittere Zeiten 🙂

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    1. Unbedingt. Vielleicht triffst Du dann auch einen „Läufer“. Fehlt der nicht noch in Deinem Portfolio? 😉

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      1. somi1407 sagt:

        Das wäre natürlich ideal 😉

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