Freitagnachmittag, auf dem Weg nach Ibbenbüren. Von Westen kamen wieder schwarze Regenwolken herüber. Gewitter war angesagt, aber der Aaseelauf war bisher nicht abgesagt. Und dabei sollte es gerne auch bleiben. Denn jetzt war ich ja immerhin schon mal in Ibbenbüren.
Parkplätze waren an diesem Nachmittag allerdings Mangelware. Der Parkplatz am Sportzentrum Ost in Ibbenbüren war eine Baustelle. Also suchte ich mir etwas im angrenzenden Wohngebiet und wurde fündig. Das Wetterradar verhieß für die nächsten Minuten nichts Gutes. Aber ich war eh viel zu früh und lief die rund 500 Meter zum Sportzentrum, wo der Start des 10-Kilometer-Aaseelaufs stattfinden sollte.
Hier angekommen fand ich ein gut besuchtes Stadion mit vielen aktiven Läuferinnen und Läufern. In ein paar Minuten sollte der Start für den 5-Kilometer-Lauf erfolgen – vorher ging aber zunächst einmal die Welt unter. Wie aus Kübeln fing es an zu schütten. 15 Minuten Waschanlage, danach stand der Sportplatz unter Wasser. Alles verzögerte sich, so auch der Start des 10-Kilometer-Laufs.








Die 5er liefen auf ihrer Stadionrunde mitten durch das Wasser und sahen schon beim Verlassen der Sportanlage aus, als hätten sie einen schmodderigen Traillauf absolviert. Die Sonne kam wieder raus und so wartete ich auf den Start unseres Laufs.
Pünktlich verspätet, um 18:30 Uhr, startete unser Lauf ebenfalls im Stadion. Ich schaffte es, mir die trockenen Flächen zu ergattern, und verließ das Stadion mit sauberen Füßen. Zunächst ging es einmal um die komplette Sportanlage herum, bevor wir auf die Ledder Straße Richtung Innenstadt abbogen. Hier liefen wir auf dem Seitenstreifen nicht lange, da wir die Straße über eine Brücke querten, um zum Aasee zu gelangen.
Ziemlich steil ging es hinauf auf die Brücke und noch viel steiler wieder hinab an die Ufer des Sees. Auf asphaltiertem Rundkurs liefen wir nun jeweils 2,7 Kilometer pro Runde um den Aasee. Hier gab es für die Freizeit eine Menge zu erleben. Neben einem Strandbad und Kinderspielplätzen gab es hier auch einen Skate-Park und einen Bootsverleih.

Die Sonne trieb die Temperatur auf angenehme 20 Grad und der leichte Wind vertrieb die Schwaden des dampfenden Asphalts. Die Strecke um den See war kurvenreich, sodass ich nicht immer auf der Optimallinie unterwegs war, wie ich im Ziel feststellen sollte. Kurz vor dem Ende einer jeden Runde gab es eine Verpflegungsstation, die ich jedoch nicht nutzte.
Nach der dritten Runde bogen wir wieder vom See nach rechts ab und standen wie vor einer steilen Rampe. Das, was wir auf dem Hinweg von der Brücke über die Ledder Straße steil hinunterlaufen mussten, mussten wir nun wieder hoch.
Hier verließen mich nun ein wenig die Kräfte und kurz vor Erreichen des Peaks musste ich dann doch kurz Schritt gehen. Auf der anderen Seite musste man dann aufpassen. Hier konnte man entweder die Treppen wählen oder die Schiebestrecke für Fahrräder. Ich wählte die Schiebestrecke, die aber nicht unbedingt einfacher zu laufen war, da diese sehr ungleich gebaut war und immer wieder Absätze aufwies. Aber unten kommt man ja bekanntlich immer an.









Jetzt noch ein kurzes Stück entlang der Ledder Straße, links in den Sportpark Ost eingebogen und auf die Laufbahn gesprintet. Nach 50:23 Minuten überquerte ich die Ziellinie. Die Brücke war natürlich schuld daran, dass es nichts mit sub 50 geworden war – was auch sonst?
Unter den 281 Finishern erreichte ich damit einen sehr ordentlichen 86. Platz. Bei den Männern bedeutete das Platz 72 von 167, in meiner Altersklasse Platz 6 von 13.
Im Nachgang stellte ich dann auch noch fest, dass meine Uhr 10,28 Kilometer aufgezeichnet hatte. Ob GPS-Abweichung oder die vielen Kurven, in denen ich sicherlich nicht immer die Ideallinie erwischt hatte – ein paar zusätzliche Meter waren offenbar zusammengekommen. Sei’s drum. Die 50:23 waren für mich vor allem die Bestätigung, dass eine Zeit unter 50 Minuten über zehn Kilometer nach wie vor absolut realistisch ist.








Nach Beendigung des Laufs gab es noch ein paar Getränke und dann beschloss ich, mich langsam Richtung Auto aufzumachen, da erneut von Westen schwarze Wolken kamen. Kaum hatte ich den Sportplatz verlassen, fing es dann auch an zu regnen. Aber das war jetzt eher sehr angenehm.
Den Aaseelauf wollte ich schon lange mal laufen, aber bisher waren wir immer im Urlaub gewesen. Insofern war es dieses Jahr optimal. Wer diesen Lauf auch mal absolvieren will, der kann sich auf der Website des Marathon Ibbenbüren e.V. darüber informieren. Marathon Ibbenbüren ist ebenfalls Veranstalter des Ibbenbürener Klippenlaufs. Hierzu findet Ihr ebenfalls einen Laufbericht über den 7. Ibbenbürener Klippenlauf und den Nachfolger im darauffolgenden Jahr.
Genießt die letzten warmen Tage. Euch allzeit gute Läufe!