1. März, Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen – nicht weit von der holländischen Grenze fand der Sandhasenlauf statt. Selten habe ich mir im Vorfeld eines Laufes so viele Gedanken über den Namen gemacht. Nach einer Googelei war ich dann schlauer. Deswegen jetzt zunächst einmal die historische Einordnung zum Verständnis.
Woher kommt der Name „Sandhase“?
Der Alstätter nimmt sich nicht so ernst, deswegen nennen sich die Dorfbewohner auch gerne Sandhasen. Und das feiern sie jeden ersten Sonntag im März. Da der Boden im Umland um Alstätte sehr sandig ist und hier bevorzugt Hasen in den Feldern ihren Wohnsitz haben, nennt man diese somit Sandhasen.











Es gibt aber auch noch eine andere Geschichte. Die scherzhafte Bezeichnung der Alstätter als „Sandhasen“ ist wahrscheinlich auf ein Ereignis am 14. Oktober 1806 zurückzuführen. An diesem Tage, später als „Grooten Lopdag“ bezeichnet, setzte aufgrund eines Gerüchtes über eine bevorstehende Soldatenaushebung durch die Preußen eine Fluchtbewegung der Alstätter Bürger Richtung Holland ein. Die wie die „Hasen“ davoneilenden Alstätter Männer kehrten teilweise erst nach Tagen zurück.
Und da schließt sich der Kreis zum Sandhasenlauf. In diesem Fall liefen wir 10 Kilometer durch und um Alstätte – hierzu jetzt mehr.
Ankunft und Startvorbereitungen
Nachdem ich in Alstätte ankam und einen Parkplatz gefunden hatte, war ich auch schon recht schnell im Zentrum des kleinen Örtchens. Hier war eine Menge los, da die Stadt nicht nur den Lauf veranstaltete, sondern gleichzeitig noch ein Stadtfest abhielt. Im Gesundheitszentrum, direkt gegenüber der Kirche, holte ich mir meine Startnummer, schaute noch ein wenig rum und lief mich ein. Viel Zeit hatte ich nicht mehr, da ich diesmal ein wenig knapper in der Zeit war.

Der Start – enges Feld und erste Kilometer
Punkt 14 Uhr fiel der Startschuss. Auf den ersten Metern ging es noch recht eng zu, zumal direkt nach dem Start eine scharfe 90-Grad-Kurve folgte. Dann ging es hinter der Kirche entlang in ein Wohngebiet. Hier konnte sich das Läuferfeld ein wenig entzerren und ich suchte mir einen freien Platz, um vorwärtszukommen. Nach etwa einem Kilometer hatte sich das Feld auseinandergezogen und ich fand langsam meinen Rhythmus.

Die Strecke – entlang der Aa und durch das Gewerbegebiet
Der Lauf kreuzte die Aa, führte nördlich aus dem Ort heraus, dann rund um ein Gewerbegebiet, in dem es eine ordentliche Steigung gab und dann wieder zurück Richtung Alstätte. Der schönste Streckenabschnitt war sicherlich der Runde Berg – ein kleines Waldstück entlang der Aa, ruhig und landschaftlich richtig schön, bevor es über die Alstätter Friedhofstraße wieder zurück in den Dorfkern ging. Nach rund 2,5 Kilometern Strecke zeigte sich uns hier ein volles Haus und vielen Zuschauer, die die Läuferinnen und Läufer anfeuerten, sorgten für einen kleinen Motivationsschub und die nächste Runde konnte folgen.
Die Runde musste nun noch drei Mal gelaufen werden. In der letzten Runde merkte ich die Kilometer dann doch in den Beinen, versuchte aber das Tempo möglichst konstant zu halten. Nach Runde 4 ging es dann auch für mich verdient über die Ziellinie. Mit 52:38 Minuten erreichte ich mit dieser Zeit unter den 110 Finishern Gesamtplatz 51, in der Altersklasse Platz 6 (10) und bei den Männern Platz 42 (74). Insgesamt bin ich damit sehr zufrieden, da meine durchschnittliche Pace bei 5:12 min/km lag.











Ausblick auf die nächsten Läufe
Nun heißt es fleißig weitertrainieren. Ein 10er folgt noch- in Ahlen-Vorhelm. Dort wird es nächste Woche „Rund um die Wibbeltkapelle“ gehen und dann folgt schon der nächste Halbmarathon, diesmal in Zagreb.
Euch allzeit gute Läufe.