Ein sportlich konstantes Jahr
2025 war ein durchaus erfolgreiches Jahr, wenngleich die Halbmarathons immer auch ein Wechselbad der Gefühle darstellten. Gesundheitlich konnte ich an allen geplanten Läufen teilnehmen, was mir eine gewisse Routine in meinem Laufkalender bescherte.
Der Alternativsport – insbesondere das Mountainbiken – nahm 2025 einen großen Stellenwert ein. Die Trainingsfahrten für meine erfolgreiche Transalp „Top of the Rocks“ sorgten für eine gute Grundfitness und eine ganzheitliche Körperbeanspruchung. Mein Oberschenkel-Thema ist erfreulicherweise abgeschlossen, was sicher auch mit einer deutlichen Gewichtsreduktion zusammenhing. Krankengymnastik, Dehnübungen und vor allem kürzere Laufeinheiten bestimmen dennoch weiterhin meinen wöchentlichen Trainingsalltag.
Saisonstart und Wettkampfhöhepunkte
Im Januar begann ich mit kleineren Laufeinheiten zwischen fünf und zehn Kilometern, was sich auf etwa 20 Wochenkilometer summierte. Der Saisonstart erfolgte beim 16. Volkslauf „Rund um den Halterner See“ in Haltern, den ich mit einer ordentlichen Zeit abschließen konnte.










Bereits eine Woche später stand mit dem Marathon International de Marrakech der erste Halbmarathon auf dem Programm – und damit das erste Wechselbad der Gefühle. Die Hitze war enorm, die Wasserversorgung spärlich, und insgesamt verlief der Lauf alles andere als optimal. Ein DNF (Did Not Finish) war so nah wie nie zuvor, am Ende kam ich jedoch ins Ziel, wenn auch mit einer Zeit deutlich außerhalb meiner üblichen Range.
Ende Februar folgte der 40. LifeStar Malta Marathon (Halbmarathon), bei dem meine Zeit wieder im akzeptablen Bereich lag. Mitte Mai startete ich beim 14. Sempacherseelauf Halbmarathon in der Schweiz. Drei Kilometer vor dem Ziel zog ich mir eine Bänderzerrung zu und beendete den Lauf wandernd. Überraschenderweise fiel die Endzeit dennoch besser aus als erwartet – erneut kein DNF.
Nach dieser Verletzungspause folgte im Oktober die Rückkehr in Ljubljana. Beim 29. NLB Ljubljana Halbmarathon funktionierte wieder alles wie gewünscht, und ich konnte eine ordentliche Zeit verbuchen. Der Saisonabschluss war Ende November in Kuwait geplant – und verlief ebenfalls rund. Mit dem 11. Gulf Bank 642 Kuwait Halbmarathon gelang ein würdiger Abschluss meines Halbmarathonjahres.











Wettkampfbilanz 2025
Insgesamt absolvierte ich 2025 fünf Halbmarathons – exakt wie geplant. Kein Lauf musste krankheitsbedingt abgesagt werden, alle Wettkämpfe konnten erfolgreich beendet werden.
Neben den Wettkämpfen standen zahlreiche Trainingsläufe auf dem Programm. Insgesamt lief ich im Schnitt knapp 20 Kilometer pro Woche, ergänzt durch Schwimmen und Mountainbiken. Damit kam ich auf rund 671 Laufkilometer – 58 Kilometer mehr als im Vorjahr. Mein ursprüngliches Ziel von 1.000 Kilometern blieb erneut unerreicht, was angesichts des umfangreichen Alternativsports jedoch gut zu verschmerzen ist. Für 2026 peile ich realistische 800 Kilometer an.

Trainingsumfang, Distanzen und Pace
Im Vergleich zu 2024 verlief das Jahr 2025 insgesamt sehr ähnlich – was ich als positiv empfinde. Die Form konnte gehalten und die Trainingswerte teilweise sogar optimiert werden. Die Laufeinheiten im Jahr 2024 (82) blieben auch in 2025 kontant (81).

Die durchschnittliche Distanz pro Lauf lag bei 7,02 Kilometern. Die Halbmarathons und längeren Wettkämpfe trugen dazu bei, diesen Schnitt stabil zu halten. In den Trainingsläufen bewegte ich mich überwiegend zwischen fünf und zehn Kilometern – insbesondere unter der Woche. Aufgrund der topografisch anspruchsvollen Region mit vielen Höhenmetern sind diese Distanzen jedoch keineswegs trivial.

Meine durchschnittliche Pace lag 2025 bei 5:44 min/km (Vorjahr: 5:38 min/km). Den Bereich um 5:20 min/km empfinde ich weiterhin als flott und für meine Verhältnisse vollkommen ausreichend. Schnellere Zeiten erfordern vor allem weitere Gewichtsreduktion – ein Thema, bei dem ich 2025 bereits gute Fortschritte machen konnte: 11 Kilogramm weniger stehen aktuell zu Buche.

Pace-, Dauer- und Höhenmeteranalyse
In den Pace-Zonen war ich 2025 konstanter unterwegs, insbesondere in den Zonen 4 (5:30–5:01 min/km) und 5 (5:00–4:31 min/km). Sehr schnelle Pace-Zonen traten fast ausschließlich bei Wettkämpfen auf.

Die durchschnittliche Dauer je Trainingseinheit erhöhte sich von 37 Minuten im Jahr 2024 auf 40 Minuten in 2025. Dies hängt mit moderateren Pacezeiten und dem bewussten Ziel zusammen, die Herzfrequenz nicht dauerhaft zu hochzutreiben.

So lief ich auch vornehmlich in den Herzfrequenzzonen 2 (101-140 bpm) und 3 (141-160 bpm). Dies entsprach ungefähr 77 % meiner maximalen Herzfrequenz (HRmax) und damit bewege ich mich solide in der Grundlagenausdauer. Das Laufen ist hier angenehm anstrengend, aber klar kontrollierbar. Man kann noch in ganzen Sätzen sprechen und der Fettstoffwechsel und die Ausdauer werden aktiv trainiert. Also genau das, was ich brauche.


Rückläufig waren hingegen die Höhenmeter. Während ich 2024 noch 6.304 Höhenmeter sammelte, waren es 2025 lediglich 4.531. Hier machten sich fehlende Bergläufe – etwa auf die Achalm – bemerkbar. Für 2026 ist mindestens ein Berglauf geplant, was eine entsprechende Vorbereitung erfordert.

Alternativsport und Ausblick
Der Ausgleichssport bleibt ein zentraler Bestandteil meines Trainings. Auch 2026 werde ich regelmäßig auf der Rolle Rennrad fahren und hierfür erstmals Rouvy testen. Im Gegensatz zu Zwift werden dort reale Strecken gefahren. Zudem wird das Mountainbike wieder verstärkt zum Einsatz kommen, da ich nach meiner zweiten Transalp bereits eine weitere für 2027 plane. Insbesondere an meinen Technikskills möchte ich weiterarbeiten – die Alb bietet dafür ideale Bedingungen.
Wettkampfplanung 2026
Die Planung für 2026 steht bereits weitgehend fest:
- Januar: 14. Doha Marathon by Ooredoo (Halbmarathon, Qatar)
- März: 11. Zagreb21 – Zagreb Spring Half Marathon (Kroatien)
- Juli: 24. Gornergrat Zermatt Halbmarathon (TOP20Run) bis zum Gornergrat auf 3.089 m
- Oktober: 10. Tirana Halbmarathon (Albanien)
- Jahresabschluss: 8. Marakez Pyramids Half Marathon Gizeh (Ägypten)
Mit Ausnahme der Schweiz sind alle Länder Neuzugänge in meiner Länderläuferliste. Wenn alles planmäßig verläuft, werde ich Ende 2026 in insgesamt 31 Ländern einen Halbmarathon gelaufen sein.
Zum Schluss
Über die Feiertage habe ich – wie es sich gehört – arbeitgeberfreundlich meine Krankheiten gefeiert. Ein neuer, diesmal etwas heftigerer Hexenschuss sowie eine Erkältung bremsten mich kurzzeitig aus. Inzwischen geht es mit dem Rücken wieder bergauf, und auch die Erkältung ist überstanden.
Ich wünsche Euch eine schöne und spannende Saison 2026, freue mich über Mitleser und Kommentare und wünsche allen allzeit gute Läufe!