Was im Jahr 2019 als „Jahr100Lauf“ zu Ehren des 100. Geburtstags des SV Arminia Appelhülsen e.V. begann, ist nun eine stetige Einrichtung geworden und bildete in diesem Jahr mit der 3. Edition den gelungenen Schlusslauf der Westmünsterland-Laufserie.
Ich hatte mich ebenfalls angemeldet und dies nicht nur deswegen, weil der Lauf samstagsnachmittags stattfand. Auch wurde mir dieser Lauf empfohlen, weil er mit viel Herzblut und Engagement geplant und ausgeführt wird – was sich vollumfänglich bestätigen sollte.
Den Parkplatz, der links neben der Bundesstraße auf einer Wiese war, fand ich nicht direkt. An der Abfahrt zum Vereinsgelände stand die große Werbung für den Lauf und viele dachten, hier ginge es rein – dem war aber nicht so. Also schnell gedreht und auf die Wiese gefahren. Durch das Wohngebiet – gut ausgezeichnet – ging es dann zum Vereinsgelände, wo ich meine Startunterlagen abholte. Der Lauftreff Lüdinghausen war auch schon gut vertreten.
Pünktlich um 16:30 Uhr startete somit der letzte Lauf an diesem Tag, der Große Lauf über 10 Kilometer, im Wendehammer der Vereinsanlage. Kurz nach dem Start ging es direkt raus aus Appelhülsen. In einem ersten Anstieg musste die Autobahn überquert werden. Gestartet auf 66 Höhenmetern, endete der Anstieg nach rund 150 Metern auf 74 Höhenmetern. Der einzige relevante Anstieg auf der ansonst flachen Laufstrecke.
Danach folgten wir dem Kücklingsweg, um beim nächsten Bauernhof an der Kreuzung nach rechts in den Weg Hellern abzubiegen. Nach eineinhalb Kilometern Laufstrecke bogen wir erneut nach rechts ab, um kurz danach auf einen großen Bauernhof einzubiegen. Hier umrundeten wir zunächst den großen Torbogen, um den es dann scharf linksherum ging. Dann durchliefen wir den Torbogen, um auf der Einfahrt erneut zurück zur Hauptstrecke zu laufen. Eine, wie ich fand, sehr schöne und abwechslungsreiche Schikane, die man da eingebaut hatte.

2 Kilometer waren gelaufen und wir bogen erneut nach links ab, um für weitere 500 Meter dem Wirtschaftsweg zu folgen. Dann ging es nach rechts weiter, links war eine Hofeinfahrt und nach etwas mehr als 3 Kilometern Laufstrecke erreichten wir den Heller-Kley-Weg. Hier war deutlich zu erkennen, wo es lang ging, da die Feuerwehr den Weg abgesperrt hatte. Direkt danach bogen wir gegen die Sonne laufend wieder nach rechts ab und folgten weiter dem Wirtschaftsweg Werlte.
Bei Kilometer 3,8 überquerten wir die Stever, dann folgte eine rechts-links-Kurve und es ging unter der Autobahn hindurch. Hier erreichten wir nun auch wieder die „Zivilisation“. Links befand sich ein Wohngebiet und der Wirtschaftsweg führte uns mitten über einen schönen großen Bauernhof. Dahinter folgte eine baumgesäumte Alle, die uns im Schatten wieder Richtung Sportanlage führte.
Einmal kurz durch die Startanlage hindurchgelaufen und die zweite Runde schloss sich an. Diesmal mussten wir aber nicht durch die Toranlage laufen. Die ersten 5 Kilometer hatte ich mit etwa 24:30 Minuten abgeschlossen. Eine wirklich gute Zeit und da es zwar sonnig war, aber der Wind wehte, schien mir so, dass eine sub50 durchaus möglich wäre. Das motivierte mich und nun kannte ich die Strecke und konnte entsprechend planen. Den Anstieg über die Brücke lies ich gemächlich und gleichmäßig angehen, danach legte ich allerdings einen Zahn zu.
Dadurch, dass die vielen Bäume an der Strecke immer wieder schönen Schatten boten, konnte ich, trotz der Wärme, Kräfte mobilisieren. Am Ende lief ich dann in einer Zeit von 50:12 Minuten durchs Ziel. 13 Sekunden fehlten mir zu einer sub50, die ich schon länger nicht mehr erlaufen hatte. Am Ende war ich mit der Zeit aber zufrieden, da sie mir zeigte, da geht noch was.
Ich erreichte in der Gesamtwertung Platz 84 von 156 Finishern, in der Altersklassenwertung Platz 10 (17) und bei den Männern Platz 68 (110). Der Lauftreff war insgesamt mit einer starken Mannschaft vertreten und viele konnten bei diesem Lauf die Laufserie erfolgreich beenden. Ich bin diesmal leider nicht mit in der Wertung, da ich die Mindestanzahl an Läufen nicht erbracht hatte. Vermutlich gab es woanders spannende Auslandsläufe?
Der Appelhülsener Landlauf hat sich recht schnell etabliert und wird offensichtlich sehr gut angenommen. Neben dem großen 10er Landlauf gibt es auch noch den kleinen Landlauf (5 km), die Nordic Walking-Strecke (5 km), einen Schülerlauf (1,2 km) und den Bambinilauf über 666 Meter. War es Zufall, dass man bei den Bambinis bei dieser biblischen Zahl auslief?
Ich mag Läufe, die samstags stattfinden und außerdem bietet dieser Lauf eine wirklich schöne Strecke an, die aufgrund der Integration der beiden Bauernhöfe in die Strecke, den Namen Landlauf wahrlich verdient hat. Die Strecke ist weitestgehend flach und man kann ordentlich durchziehen. Wasserstationen gibt es ebenfalls, zumindest bei den beiden Landläufen, und im Ziel wartet herrlich frisches alkoholfreies Bier auf die Läufer.
Wenn Ihr Euch über den Lauf informieren wollt, dann könnt Ihr dies auf der Website des Appelhüsener Landlaufes machen oder auf der entsprechenden Facebookseite. Der Lauf findet immer am Samstag vor dem Berlin-Marathon statt und ist somit eine schöne Einstimmung auf das Laufevent am Sonntag. Alles in allem ein gelungenes Ende der Laufserie und aufgrund der Streckenform, man beachte die Karte, in Herzform.
Man sieht sich beim Landlauf nächstes Jahr? Allzeit gute Läufe.