Check: Salomon Agile 12 Trailrunningrucksack – Mehr braucht kein Mensch

Meine Sammlung von Rucksäcken wird mittlerweile immer größer. Dies ist auch dem Umstand geschuldet, dass ich mit einigen Rucksäcken absolut nicht zufrieden bin und somit immer wieder neue Rucksäcke ausprobiere. Meine letzten Rucksäcke, unter anderem von einem großen französischen Sportdiscounter, waren zwar qualitativ top, aber saßen am Ende überhaupt nicht

Also musste mal wieder was Neues her und da habe ich auf einen Anbieter zurückgegriffen, der der Inbegriff für Trailrunningausrüstung ist – Salomon.

Viele Menschen neigen dazu, viel zu viel einzupacken. Wir machen den Fehler, erst alles zusammenzusuchen und das dann alles in einem Rucksack verstauen zu wollen. Ich gehe jetzt mal den Weg andersrum. Ich habe mich bewusst limitiert und habe auf den Salomon Agile 12 Trailrucksack zurückgegriffen.

Dieser hat ein Fassungsvolumen von 12,4 Litern und wiegt sage und schreibe gerade einmal 330 Gramm.

Der Rucksack wird mit zwei Soft Flasks geliefert, die ein Fassungsvolumen von je 500 ml haben. Das Schöne an den Flasks ist, sie bleiben während des Laufs da, wo man sie vor dem Lauf hinsteckt. Zum Trinken beißt man in das Ventil und drückt den Beutel. Und schon gibt’s was Frisches in den Mund. Auf meinem letzten Trailrun, dem 50. Hermannslauf über 31,1 km, habe ich die Flasks reichlich benutzt. Einziger Nachteil aus meiner Sicht, die Flaschen rutschen bei Gebrauch in sich zusammen und verschwinden gegebenenfalls in der elastischen Netztasche. Um dies zu verhindern, gibt es zwar ein Fixierband, allerdings hat auch dieses bei mir, bisher zumindest, nicht optimal funktioniert.

Der Rucksack bietet genügen Stauraum, so dass zusätzlich eine 1,5 Liter Trinkblase untergebracht werden kann. Diese ist leider beim Kauf des Rucksacks nicht dabei, kann aber optional gekauft werden. Im Inneren ist der Rucksack in zwei Fächer aufgeteilt, die nahezu gleich groß sind. Im oberen Bereich gibt es eine zusätzliche kleine Tasche mit Reisverschluss, die für Schlüssel, Portemonnaie, Handy und dergleichen vorgesehen ist. Für den Schlüssel gibt es einen Befestigungshaken, so dass dieser nicht verlorengehen kann.

Auf beiden Seiten befinden sich zudem in Bodennähe zwei flexible kleine Netztaschen, in die man Gels, Riegel oder Ähnliches unterbringen kann. So greift man während des Laufs einfach nach hinten und versorgt sich mit dem Nötigsten.

Sehr angenehm ist, dass man beim Tragen des Rucksacks am Rücken tatsächlich kaum bis gar nicht schwitzt. Dies liegt an dem verwendeten 3D-Meshgewebe, welches wirklich sehr gut belüftet und dies, obwohl der Rucksack durch die gepolsterten Gurte sehr gut am Rücken anliegt. Auch für die Gurte verwendet Salomon das Meshgewebe. Der Rucksack ist durch diese, aber auch durch die beiden Brustgurte, hervorragend zu fixieren und baumelt nicht herum.

Bei meinen bisherigen Rucksäcken musste ich immer wieder nachjustieren, weil der Rucksack plötzlich auf dem Rücken locker saß. Dies ist nicht nur störend, sondern bringt einen auch aus dem Lauffluss heraus. Der Salomon Agile 12 sitzt sehr weit oben am Rücken und stört somit gar nicht.

Das Unterbringen eines Helmes oder von Stöcken ist bei diesem Rucksack durch entsprechend flexible Befestigungsbänder problemlos möglich. Die Bänder sind durch Piktogramme zudem gekennzeichnet, so dass man weiß, wofür die einzelnen Strippen dienen.

Das Material des Rucksacks ist leichtes Polyester, das sehr gut verarbeitet ist und einen sehr stabilen Eindruck macht. Was mir zudem gefällt, hier wurde auch an Kleinigkeiten nicht gespart. Die Reisverschlüsse sind aus Metall, gehen leichtgängig und bleiben nirgends hängen.

Alles in allem ein sehr guter minimalistischer Trailrucksack, der mit mittlerweile knapp 70 Euro im mittleren Preissegment angelegt ist, dafür aber auch funktioniert. Der Rucksack ist minimalistisch ausgestattet, hebt sich aber dennoch von einer Laufweste ab. Er eignet sich für längere Trails, bei denen man aus Vorsichtsgesichtspunkten auch mal das eine oder andere zusätzliche Kleidungsstück mitnehmen muss.

Besonders positiv möchte ich den Sitz herausheben. Einmal ordentlich fixiert, sitzt der Rucksack perfekt und man merkt ihn während des Laufs überhaupt nicht mehr. Von mir also eine eindeutige Kaufempfehlung.

Sehe ich Euch auf den Trails? Welche Rucksäcke nutzt Ihr? Allzeit gute Läufe!

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