Jahresrückblick 2018 – Ausblick 2019

Das Jahr 2018 endete, wie es begonnen hatte. Mit einer Verletzung. Erst brach ich mir im November den kleinen Zeh, dann, damit es symmetrisch blau ist, im Dezember noch den großen Zeh. Dennoch konnte ich 2018 als ein top Läuferjahr für mich bilanzieren. Dazu im Einzelnen jetzt mehr.

Meine Planung 2018 war durchaus eine fortlaufende Planung. Nichts war irgendwie fix und zum Jahreswechsel standen kaum kleinere Läufe auf der Agenda. Das einzige, was geplant war, waren meine Halbmarathons, die ich allesamt, bis auf den 2018 Vodafone Malta Marathon im Februar des Jahres, absolvieren konnte. Malta scheiterte schlussendlich an einem noch nicht ganz auskurierten Muskelfaserriss und damit verbunden, mangelndem Training zu diesem Zeitpunkt.

Als Ersatz für Malta plante ich die 5. Edition des Marseille Halbmarathons im März ein. Dies war ein toller Lauf mit fantastischen neuen Eindrücken und dem Setzen einer neuen „Duftmarke“ was die Zeit betraf. Mit 1:47:59 Stunden finishte ich mit einer sehr respektablen Zeit und der Bestätigung einer sehr guten Kondition, trotz Verletzungspause.

Weitere Läufe waren dann der 31. Belgrad Marathon (Halbmarathon), der Halbmarathon bei den Heyford Park Airbase Races in England, der Barrathon auf der Isle of Barra/Schottland, der 4. Chisinau International Marathon (Halbmarathon) in der Republik Moldau sowie schlussendlich der VI. Meia Maratona dos Descobrimentos Lisboa in Portugal.

Auf der Langstrecke im Bereich Trail konnte ich erstmals die Teilnahme beim 7. Ibbenbürener Klippenlauf über knapp 25 Kilometer verbuchen.

Insbesondere der Barrathon war für mich ein absolutes Highlight, da ich für diesen Lauf sage und schreibe 5 Anläufe brauchte, bis es nunmehr endlich klappte. Neben Krankheiten machten mir auch ein Bahnstreik und Flugausfälle bisher einen Strich durch die Rechnung. Diesmal wäre es fast am Nebel gescheitert, aber der Schotte findet immer einen Weg, sein Ziel zu erreichen. Lest mehr dazu in meinem Laufbericht.

Aber neben meinen Länderläufen bestand das Jahr 2018 auch aus kleineren Läufen in der Region, die mein Laufprogramm maßgeblich bestimmten. So standen 1 Wettkampflauf über 2,5 Kilometer in Lüdinghausen, 4 Läufe über 5 Kilometer, 9 Läufe über 10 Kilometer sowie 6 weitere Läufe über Laufdistanzen zwischen 6 und 25 Kilometer auf dem Programm. Somit konnte ich am Ende des Jahres 2018 26 Wettkampfläufe verbuchen. Etwas weniger als in 2017, aber dafür habe ich mehr Trainingseinheiten eingelegt.

Die regulären Trainingsläufe, die ich in Lüdinghausen und anderswo absolviert habe, sind meine Grundlage für meine Wettkampfläufe. Im Vergleich zum Vorjahr habe ich hier einen Anstieg der Trainingseinheiten von 112 auf nunmehr 141 erreicht.

trainingseinheiten 2018

Insgesamt war ich somit 1.585 Kilometer auf der Laufpiste unterwegs. Damit konnte ich mein selbst gestecktes Laufziel von 1.600 Kilometern in 2018 nicht ganz erreichen. Mit gebrochenen Zehen läuft es sich eben auch nicht optimal. Zielsetzung für 2019 ist es nun die 1.800 Kilometer-Marke zu knacken. Wenn andere von jetzt auf gleich im mittleren vierstelligen Bereich unterwegs sind, dann baue ich lieber sachte aus, als nachher platt zu Hause zu liegen und gewaltig zu scheitern!

gesamtdistanz 2018

Meine Durchschnittsdistanz lag in 2018 bei 11,24 Kilometern. Damit ist sie im Vergleich zu 2017 (10,24 km) leicht angestiegen, da ich vermehrt auf Langdistanzen gegangen bin, um die Marathonfähigkeit auszubauen. Die ersten 2 Monate sowie der November und Dezember 2018 haben jedoch aufgrund meiner Verletzungspausen das Anwachsen des Durchschnitts merklich gebremst.

durchschnittsdistanz 2018

Meine durchschnittliche Pace-Zeit ist in 2018 mit 5,29 min/km leicht angestiegen, da ich in meinen Trainings vermehrt auf die Herzfrequenz geachtet habe und somit auch langsamer unterwegs war. In 2017 lag die Pace-Zeit bei 5,24 min/km. In den Wettkämpfen habe ich dann ordentlich Gas gegeben und konnte alle meine bisherigen Bestzeiten deutlich verbessern.

durchschnitts-pace 2018

Das langsamere Laufen, außer natürlich bei den Wettkämpfen versteht sich, wirkte sich natürlich auch auf die Durchschnittsgeschwindigkeit meiner Läufe aus. Diese sank von 11,10 km/h in 2017 auf nunmehr 10,94 km/h in 2018. Tendenziell läuft man ja auch auf längeren Strecken im Schnitt langsamer, als auf der Kurzdistanz.

durchschnittsgeschwindigkeit 2018

Längere Laufeinheiten, bei geringerem Tempo, hatten somit auch Auswirkungen auf meine durchschnittliche Dauer je Trainingseinheit. Im Schnitt war ich in 2018 rund 1 Stunde je Trainingseinheit unterwegs. In 2017 lag der Wert noch bei rund 58 Minuten. Da ich die Langstrecke in 2019 vermehrt ausbauen werde, ist die Entwicklung hier klar vorgezeichnet.

durchschnittsdauer 2018

Meine gelaufenen Höhenmeter habe ich in 2018 durch die zahlreichen Trailläufe, insbesondere in Norwegen (3.034 HM) und der Bretagne (1.256 HM) sowie beim Ergster Crosslauf (174 HM) und dem Ibbenbürener Klippenlauf (513 Höhenmeter) deutlich ausbauen können. Aber auch der eine oder andere Halbmarathon wies durchaus Steigungen auf. So fielen hier der Barrathon (261 HM) und der Marseille Halbmarathon (174 Höhenmeter) stärker ins Gewicht. Waren es in 2017 noch 9.079 Höhenmeter, habe ich in 2018 insgesamt 11.572 Höhenmeter verbuchen können. Manchmal spürt man die Höhenanstiege bei den regulären Trainingsläufen gar nicht, so dass es mich doch immer wieder verwundert, dass unterjährig so viele Höhenmeter zusammengekommen sind.

höhenmeter 2018

Interessant für mich ist immer auch die verbrannte Kilokalorienzahl. Dies nicht nur, weil ich es beeindruckend finde, was der Körper da leistet, sondern auch, weil ich immer wieder darauf aus bin, auch reichlich Kilos zu verlieren. Waren es in 2017 noch 71.490 kcal, sind es in 2018 stolze 165.956 kcal gewesen. Dies ist auf die gestiegene Anzahl der Trainingseinheiten und deutlich erhöhter Kilometerlaufleistung zurückzuführen. Auch führe ich die Entwicklung auf meinen Brustgurt, den ich ab Mitte 2017 verwende, zurück, der die Herzfrequenz misst und gleichzeitig in Zonen einteilt. Insbesondere bei den Wettkämpfen bewegt man sich nicht in der Fettverbrennungs- und aeroben Zone, in der die Fettverbrennungsrate ansteigt, sondern ist in der anaeroben Zone unterwegs, in der kein wesentliches Fett mehr verbrannt wird. Der Brustgurt misst hier deutlich exakter als ein gegebenenfalls angenommener Durchschnittswert bei Runtastic. Bei meinen Trainingseinheiten achte ich verstärkt auf die Herzfrequenz, so dass ich mich zumeist in der Fettverbrennungszone befinde.

verbrannte kalorien 2018

Soviel zum statistisch trockenen Zahlensalat.

Für 2019 ist die Planung bereits in vollem Gange und ich habe auch schon einige interessante Halbmarathons bis zur Jahresmitte eingeplant. Starten werde ich die Langdistanz nicht wie bisher geplant in Marrakesch, sondern erst einen Monat später in Neapel beim 6. Napoli City Half Marathon. Man liest es raus, ich starte 2019 wie ich 2018 beendet habe, mit einer Verletzung. Ich hoffe, dass mein Zehenbruch bald ausgeheilt sein wird. Marrakesch sitzt aber definitiv so noch nicht drin.

Im April geht es dann weiter mit dem 14. Mercedes-Benz Bratislava Halbmarathon, im Mai folgt der 8. Volkswagen Bukarest Halbmarathon und im Juli geht es in die Berge zum 18. Gornergrat Zermatt Halbmarathon. Der 29. Eurosport Malta International Challenge Marathon, ein Lauf verteilt über drei Tage und drei Distanzen (16, 5 und 10 km), findet dann im November des Jahres statt.

Für die Monate August bis Oktober sowie den Jahresabschluss im Dezember bin ich noch in der Planungsphase. Für den Jahresabschluss wähle ich eventuell den 34. Le Marathon Comar de la ville de Tunis (Halbmarathon) in Tunis/Tunesien. Dazwischen wird sich sicher noch der eine oder andere Lauf finden – dies am besten in einem Land, in dem ich noch nicht war. Habt Ihr Vorschläge? Nur her damit.

Zwischen diesen Sightseeing-Halbmarathons werde ich dann noch die zahlreich angebotenen „kleineren“ Läufe in der Umgebung besuchen, über die ich ebenfalls wieder mit entsprechenden Laufberichten informieren werde.

Mal sehen, ob alles so kommt, wie es geplant ist. Hoffen wir das Beste!

Und zum Schluss möchte ich noch DANKE an alle sagen, die meine Seite unterjährig immer wieder besucht haben. Zum Jahresende verzeichnete die Seite rund 4.850 Besucher und 23.300 Aufrufe für 2018. Seit Gründung des runningBLOG’s wurden rund 66.500 Aufrufe gezählt. Ich hoffe die 33 Laufberichte des letzten Jahres haben Euch gefallen und Ihr bleibt mir treu und empfehlt mich weiter.

Guten Start in 2019 und allzeit gute Läufe!

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Daniel sagt:

    Ich finde deine Laufgeschichten immer toll. Danke dafür, Matthias! Auch wenn es mich im Urlaub nicht in ferne Länder zieht, sind deine Wettbewerbs- und Erlebnisläufe, die du dort unternimmst, interessant.
    Wenn ich mir deine gelaufenen Kilometer ansehe, habe ich nicht den geringsten Zweifel, dass du einen Marathon laufen könntest. Nur Mut! Du wirst es nicht bereuen!

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    1. Halo Daniel, besten Dank für Deine netten Zeilen. Freue mich immer, wenn die Berichte ankommen. Vielleicht ist ja auch mal was interessantes für Dich dabei. Ich werde in diesem Jahr ein paar Trainingsrouten aus der Umgebung mit aufnehmen. Vorrangig wird es Trail sein, sofern dies in unseren flachen Gefilden geht. Aber wir haben ja noch die Baumberge und den Teutoburger Wald ;-).

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  2. 80er-kind.de sagt:

    Hallo Matthias,
    Glückwunsch zu deiner positiven Bilanz in 2018. Gerade die vielen Läufe im Ausland finde ich sehr beneidenswert und spannend zu lesen. Auch deine Planung für 2019 liest sich vielversprechend und ich werde regelmäßig nachlesen, wie es dir ergangen ist.
    Kleine Anmerkung: An der Stelle, wo du über die Fettverbrennung schreibst, sitzt du nach meinem Kenntnisstand einem recht weit verbreitetem Irrtum auf. Beim Laufen im langsamen Tempo ist der Anteil von Fett an der Energigewinnung zwar größer, aber absolut verbrauchst du in höherem Tempo mehr Kalorien und Fett.
    Die Runner’s World hat das ganz gut zusammengefasst: https://www.runnersworld.de/ernaehrung/der-mythos-fettverbrennung-und-was-dahinter-steckt.49598.htm

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    1. Hi Karsten, danke für deinen Link. Den werde ich mir tatsächlich mal durchlesen. Das wäre dann ja eine ganz neue Sichtweise ;-). Manchmal frage ich mich sowieso, ob man zumindest diesen Wert der verbannten Kalorien überhaupt ernst nehmen kann. Da ich mein gewicht relativ halte, muss ich ja Unmengen in mich reinstopfen, wenn ich nicht abnehme ;-). Aber interessant ist das Thema dennoch. Wünsche Dir erfolgreiche Läufe dieses Jahr. Viele Grüße nach Burgdorf, Matthias

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      1. 80er-kind.de sagt:

        Ich glaube, bei dem Thema ist immer eine Menge Glauben und Halbwissen dabei. Je nachdem, wer darüber schreibt. Die Runner’s World nähert sich aber recht wissenschaftlich.

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