Jahresrückblick 2017 – Ausblick 2018

Wenn man sich am Anfang des Jahres einen Plan macht, dann ist es immer spannend zu sehen, was davon tatsächlich eingetroffen ist. Immerhin ist ein Plan eben nur eine Art Absichtserklärung und noch lange kein Fixum.

Wenn ich nun so am Ende des Jahres auf meinen Plan für 2017 schaue, dann muss ich feststellen, dass ich an den damals geplanten Halbmarathons fast ausnahmslos nicht teilgenommen habe. Lediglich den Nova Poshta Kyiv Half Marathon in Kiew/Ukraine und den Polar Night Halfmarathon in Tromsö/Norwegen habe ich absolviert. Und mit dem Lauf in Tromsö begann 2017 auch direkt mit einem Highlight. War dies denn noch zu toppen? Ja, sicher. Es gab zahlreiche Läufe, die besonders waren. Und das macht es ja gerade so interessant.

Ich will mich nicht beschweren. Viele Läufe, die nicht gekommen sind, habe ich durch andere Läufe kompensiert. So konnte ich neben den beiden genannten Läufen noch fünf weitere Halbmarathons absolvieren. Diese waren der Halbmarathon der 43. Sparkassen Winterlaufserie in Hamm, der Down Tow Up Flow Half Marathon 2017, diesmal von Marlow nach Windsor, der Switzerland Marathon light in Sarnen, der The 2017 Virgin Oxford Half Marathon in Oxford und der The 2017 Express Trailers Zurrieq Half Marathon in Zurrieq/Malta als Abschlusslauf dieses Jahr. Beim 22. Teutolauf in Lengerich-Hohne konnte ich meine erste „Langdistanz“ über 29 Kilometer erfolgreich finishen und hoffe, im nächsten Jahr unter anderem mit dem 47. Hermannslauf (31,1 km) an diese Distanz anknüpfen zu können.

Meinen „Traditions-Lauf“ auf der Isle of Barra, den Äußeren Hebriden in Schottland, musste ich erneut absagen. Diesmal nun zum vierten Mal, deswegen auch Tradition. Fest eingeplant ist dieser Lauf nun für 2018, die Flüge sind bereits gebucht, der Wille ist nach wie vor da.

Aber das Jahr 2017 bestand ja nicht nur aus Halbmarathons, die ich gleichzeitig als willkommene Sightseeing-Trips genutzt habe. Weiter auf dem Laufprogramm standen 1 Wettkampflauf über 2,5 Kilometer in Lüdinghausen, 5 Läufe über 5 Kilometer, 13 Läufe über 10 Kilometer sowie 3 weitere Läufe über Laufdistanzen zwischen 7 und 12 Kilometer. Somit kann ich am Ende des Jahres 2017 exakt 30 Wettkampfläufe verbuchen.

Hinzu kamen aber auch noch die regulären Trainingsläufe, die ich in Lüdinghausen und anderswo absolviert habe. Im Vergleich zum Vorjahr habe ich hier einen Anstieg der Trainingseinheiten von 94 auf nunmehr 112 erreicht.

Trainingseinheiten 2017

Insgesamt bin ich 1.208 Kilometer gelaufen. Damit habe ich mein selbst gestecktes Ziel von 1.200 Kilometern in 2017 erreicht. In 2016 waren es noch 831 Kilometer. Wenn ich mir aber anschaue, dass andere rund 3.000 Kilometer laufen, habe ich noch ein wenig zu tun. Zielsetzung für 2018 ist es die 1.500 Kilometer-Marke zu knacken. Lieber sachte ausbauen, als gewaltig scheitern!

Gesamtdistanz 2017

Meine Durchschnittsdistanz liegt bei knapp 11 Kilometern. In 2017 ist sie im Vergleich zu 2016 (9 km) deutlich angestiegen, da ich vermehrt auf Langdistanzen gehe, um die Marathonfähigkeit auszubauen.

Durchschnittsdistanz 2017

Die durchschnittliche Pace-Zeit ist in 2017 ebenfalls auf 5,24 min/km leicht angestiegen, da ich in meinen Trainings vermehrt auf die Herzfrequenz achte und somit auch langsamer unterwegs bin. In 2016 lag die Pace-Zeit bei 5,17 min/km. In den Wettkämpfen kann man dann ja immer noch Gas geben und zwischendurch sitzt auch der eine oder andere Tempo-Lauf drin, aber eben nicht immer.

Durchschnitts-Pace 2017

Meine gelaufenen Höhenmeter habe ich in 2017 insbesondere durch die zahlreichen Trailläufe, insbesondere in Schottland und hier durch die Besteigung des Ben Nevis (rd. 2.400 Höhenmeter), den Teutolauf (583 Höhenmeter), den Nova Poshta Half Marathon in Kiev (333 Höhenmeter) sowie den Kalimandscharo-Lauf (297 Höhenmeter) ausbauen können. Waren es in 2016 noch 5.184 Höhenmeter, habe ich in 2017 insgesamt 9.075 Höhenmeter verbuchen können. Manchmal spürt man die Höhenanstiege bei den regulären Trainingsläufen gar nicht, so dass es mich doch verwundert hat, dass so viele Höhenmeter schlussendlich zusammengekommen sind.

Höhenmeter 2017

Interessant für mich ist in diesem Jahr die verbrannte Kilokalorienzahl. Waren es in 2016 noch 77.967 kcal, sind es in 2017 lediglich nur noch 71.490 kcal gewesen. Dies bei gestiegener Anzahl der Trainingseinheiten und deutlich erhöhter Kilometerleistung. Ich führe dies auf meinen ab Mitte des Jahres verwendeten Brustgurt zurück, der die Herzfrequenz misst und gleichzeitig in Zonen einteilt. Insbesondere bei den Wettkämpfen bewegt man sich eben nicht in der Fettverbrennungs- und aeroben Zone, in der die Fettverbrennungsrate ansteigt, sondern ist in der anaeroben Zone unterwegs, in der kein wesentliches Fett mehr verbrannt wird. Der Brustgurt misst hier exakter als ein gegebenenfalls angenommener Durchschnittswert bei Runtastic. Ich werde diese Entwicklung beobachten, schon weil immer noch ein wenig Kilos ruhig runter können.

Verbrannte Kalorien 2017

Für 2018 ist die Planung in vollem Gange und ich habe auch schon bereits einige interessante Halbmarathons eingeplant. Starten werde ich die Langdistanz erneut in Malta, diesmal beim 2018 Vodafone Malta Marathon über die Halbmarathon-Distanz, danach folgt im April der 31. Belgrad Halbmarathon, im Juni der Heyford Park Half Marathon, der auf einer aus dem Kalten Krieg und mittlerweile stillgelegten Royal Airforce Base in Oxfordshire/England stattfindet. Zum fünften Mal werde ich dann Ende Juni den The Barrathon 2018 auf der Isle of Barra hoffentlich erfolgreich umsetzen. Für die benannten Läufe habe ich bereits die Flüge und Unterkünfte fest gebucht. Insbesondere der Barrathon wird eine ganz besondere Erfahrung. So ist der „Flughafen“ der Isle of Barra der weltweit einzige internationale Flughafen, wo die Flugzeuge quasi am Strand auf dem Sand landen. Mehr dazu lest Ihr bei Interesse im Vorbericht zu meinem dritten Startversuch.

Für die zweite Jahreshälfte habe ich den Sarajevo Coca-Cola Half Marathon in Bosnien-Herzegovina und zum Jahresabschluss den 33. Le Marathon Comar de la ville de Tunis in Tunis/Tunesien vorgesehen. Dazwischen wird sich sicher noch der eine oder andere Lauf finden.

Zwischen den Sightseeing-Halbmarathons besuche ich die zahlreichen angebotenen „kleineren“ Läufe in der Umgebung, über die ich wieder mit entsprechendem Fotomaterial berichten werde.

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Mal sehen, ob alles so kommt, wie es geplant ist – vermutlich nicht, denn ein Plan ist ein Plan. In diesen Zeiten weiß man ja leider nie, ob bestimmte Pläne verwirklichbar sind oder besser verschoben werden sollten. Hoffen wir das Beste.

Und zum Schluss einmal DANKE an alle, die meine Seite unterjährig immer wieder besucht haben. Zum Jahresende verzeichnet die Seite rund 5.700 Besucher und 31.100 Aufrufe. Dies bedeutet eine Verdopplung der Besuchszahlen und eine Verdreifachung der Aufrufe im Vergleich zu 2016. Seit Gründung des runningBLOG’s wurden 42.982 Aufrufe gezählt.

Kommt gut ins neue Jahr und allzeit gute Läufe!

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hört sich nach einem läuferisch erfüllten Jahr mit vielen schönen Eindrücken an. Deine neue Saisonplanung klingt auch spannend. Viel Erfolg dabei und vor allem ein gesundes neues Jahr.

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    1. Hallo Din, das wünsche ich Dir auch. Du bist ja auch im Dauereinsatz ;-). Insofern erst einmal einen guten Start in 2018 und alles Gute!

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  2. Manu sagt:

    Das hört sich ja nach einem tollen Programm für 2018 an! Und cool, dass wir Malta und Belgrad beide auf dem Plan haben 🙂 Sarajevo hört sich auch interessant an! Und hast Du noch weitere Infos zu Tunis?

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    1. Hej Manu, zu Tunis gibt es sehr rudimentäre Infos. Das ist in Tunesien eh das Problem, dass da alles sehr spät und sehr vage ist. Letztes Jahr wurde auch mal eben der SOPAL Sfax Halbmarathon zwei Tage vorher abgesagt, weil die behördlichen Genehmigungen noch nicht vorlagen. In Tunis wird es vermutlich anders laufen. Sponsor ist COMAR, eine recht große Firma. Ich habe ein paar Bekannte in Sfax, die in 2017 gelaufen sind. Die werde ich mal interviewen und dann berichte ich.

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