Training: Point2Point – Der 9 Brücken-Lauf von Senden nach Lüdinghausen (17 km)

Ich war mal wieder erfinderisch, aber so außergewöhnlich ist es dann doch nicht geworden. Nach der „Mutter aller Trainingsrunden“ habe ich nun einen weiteren Lauf über 17 Kilometer zu meinen Lauf-Favoriten hinzugefügt.

Um diesen zu beginnen, fahren wir erst einmal von Lüdinghausen gemütlich mit dem Bus nach Senden, bis zur Haltestelle Kanal. 3,80 € habe ich passend dabei gehabt, da es ansonsten in der Hose klingelt. Ab der dortigen Kanalbrücke geht der Lauf los. Die Richtung ist einfach erklärt. Wir laufen auf der rechten Kanalseite Richtung Lüdinghausen. Logischer Weise kann man den Lauf auch andersherum beginnen, nur ist die Frage, ob man mit dem durchgeschwitzten Outfit seine Mitmenschen im Bus belästigen will?

Zuerst geht es angenehm auf schottrigem Untergrund am Kanal entlang. Das erste Stück schützt auch noch gut vor Sonne, da sich hier ausreichend Bäume befinden. Nach einem Kilometer Laufstrecke verlassen wir Senden und befinden uns nun in Höhe des Sendener Schlosses. Es geht immer weiter am Kanal entlang. Jetzt folgt noch ein kurzes Waldstück und dann gibt es nur noch Schotter unter uns und die Sonne über uns.

Vor kurzem wurde der Kanalseitenweg neu gemacht. Dies merkt man jetzt auch am Untergrund, der durchaus gewöhnungsbedürftig ist. Ich kann das gar nicht genau beschreiben, aber auf Schotter läuft man besser. Der Weg ist derart verdichtet, dass man schon fast meinen kann, auf Asphalt zu laufen, nur läuft es sich dort besser, da Sand oder Staub nicht stoppt. Es ist wie, als wenn man auf einem staubigen Hallenboden läuft. Sei es drum, es ist mal was Neues, also nicht jammern, sondern vorwärtslaufen. Die schöne Landschaft und der rege Schiffsverkehr lenken einen schnell von Unlänglichkeiten ab, an die man sich über 17 Kilometer eh gewöhnt.

Point2Point - Der 9 Brücken-Lauf von Senden nach lüdinghausen

Nach der Sendener Brücke habe ich das Wehr in Senden als zweite Brücke gewertet. Hier kann man die Kanalseite noch einmal wechseln. Dies machen wir aber nicht, sondern laufen rechts weiter. Nach gut zweieinhalb Kilometern folgt die Brücke Schölling und nach weiteren drei Kilometern folgt die Brücke der Hiddingseler Straße. Rechts in der Ferne kann man die Hiddingseler Kirche sehen. Während wir bisher in einem weiten Linksbogen gelaufen sind, folgt nun ein Streckenabschnitt, der schnurgerade bis zur Berenbrocker Brücke weiter verläuft. Diese erreichen wir nach etwas mehr als 9 Kilometern Wegstrecke.

 

Die alte Kanalfahrt trifft hier in Höhe des Motoryachtclubs „Kanalstadt Datteln“ auf den Kanal. Neben der einen oder anderen kleinen Yacht finden sich hier auch reichlich Schwimmer, die die alte Fahrt als Schwimmbecken nutzen. Das kann ich nur empfehlen, es ist herrlich dort. Mich treibt’s nun aber erst einmal weiter Richtung Lüdinghausen.

Der Kanal legt sich nun wieder in eine Linkskurve. Wir passieren ein weiteres Wehr und sehen im Hintergrund bereits die Seppenrader Kirche. Hinter dem Wehr wird der Weg nun wieder schottrig und lässt sich zumindest für meine Verhältnisse deutlich besser laufen. Auch hat man hier schon an die laufende Zunft gedacht, da der gesamte Weg, bis zur Ondruper Brücke mit Bäumen bepflanzt ist. Irgendwann, in geraumer Zukunft, wird es hier herrlich schattig sein.

Die Ondruper Brücke nutzen wir, um die Kanalseite zu wechseln. Wir laufen für rund 2 Kilometer weiter, bestaunen die noch existente Eisenbahnbrücke von Lüdinghausen, die die einzige noch erhaltene Firstbalkenbrücke in Ganzstahlbauweise in Deutschland ist. Mehr dazu könnt Ihr Euch auch in meinem Fotoprojekt dazu anschauen.

In Höhe der Seppenrader Straße verlassen wir nun den Kanal und laufen die verbleibenden 3 Kilometer quer durch Lüdinghausen. An der Kreuzung Feuerwache biegen wir nach links in die Steverstraße ab. Wir ergattern noch einen schönen Blick auf die Burg Lüdinghausen und die Borg mit der Mühle, dann überqueren wir den Marktplatz und laufen durch das Wohngebiet Stadtfeld bis zur Stever weiter. In Höhe des DRK-Kindergartens „Im Rott“ queren wir die Stever und beenden unseren Lauf nach etwas mehr als 17 Kilometern.

Bei diesem Lauf kann man mal so richtig abschalten. Man muss auf nichts aufpassen, da die Streckenführung simpel ist und man fast ausschließlich alleine unterwegs ist. Selten einmal begegnen einem Radfahrer oder sogar gleichgesinnte Läufer. Der Untergrund ist durchweg schottrig, nur im Bereich des neuen Kanalabschnitts ist dieser, wie beschrieben, extrem verdichtet, aber dennoch laufbar. Man muss sich an den Unterschied eben gewöhnen, dieses gelingt aber relativ schnell.

Nächstes Ziel – den Kreis schließen und wieder zurück nach Senden? Mal sehen. Vielleicht dauert das noch ein bisschen, aber man weiß ja nie, wann es einen packt.

Und nun allzeit gute Läufe und viele neue Eindrücke.

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